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Impfakzeptanz steigt

Passend zum vorherigen Beitrag auf dieser Seite (KANN ETWAS FALSCHES DURCH EINEN FILM RICHTIG WERDEN?) hat der aktuelle Impfbrief, herausgegeben von Prof. Dr. med. Fred Zepp, Mainz und Dr. med. Hans-Jürgen Schrörs, Berlin (HJS-B), die repräsentative Auswertung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum Thema impfen, veröffentlicht.

Als positiv kann man zusammenfassen, dass insgesamt mehr Zustimmung zum Impfen in der Allgemeinbevölkerung als noch 2012 vorliegt. 54% vs. 37% stehen zwischenzeitlich dem Impfen befürwortend gegenüber. Wenig Veränderung gab es bzgl. der Einschätzung, wogegen notwendigerweise geimpft werden sollte. Erfreulicherweise hat sich jedoch die Zustimmung zur Röteln, Mumps, Keuchhusten und Windpocken Impfung deutlich gesteigert. Der Impfung gegen Meningokokken, die eine tödliche Hirnhautentzündung auslösen kann und der gegen Influenza stehen die meisten jedoch eher ablehnend im Vergleich zum Jahr 2012 gegenüber. Letztere mag deshalb weniger Akzeptanz bekommen, weil sich immer wieder in den letzten Jahren gezeigt hat, dass trotz einer Influenzaimpfung Influenzafälle aufgetreten sind. Allerdings handelt es sich hierbei nur um eine Vermutung.

Befragt, was gegen eine Impfung spräche, ergab die repräsentative Umfrage:

• 35% vergessen es schlicht und ergreifend
• 29% haben Angst vor Nebenwirkungen
• 28% sehen die Erkrankung, vor der eine Impfung schützen kann, als nicht so bedrohlich an
• 27% sehen den Zeitaufwand eines Arztbesuches und der Impfung als zu hoch an.
(Mehrfachnennungen waren hierbei möglich)

Zu den einzelnen Punkten lässt sich folgendes sagen:
Vergessen: Etwas zu vergessen war schon immer der aller schlechteste Schutz vor Krankheit und Tod.
Angst vor Nebenwirkungen: Impfungen gelten heute als sicher und zuverlässig. Nebenwirkungen, die auftreten können, sind gerade auch sehr gut untersucht worden. Keine gravierende Nebenwirkung konnte in einen Zusammenhang mit der vorausgegangenen Impfung gebracht werden. Falls Sie hierzu weitere Informationen wünschen, so lassen Sie mir unter service@keilich.berlin gerne eine Email zukommen und ich werde Ihnen die Informationen zur Verfügung stellen.
Erkrankung ist nicht so bedrohlich: Die Erkrankungen, gegen die wir heute impfen können, sind oftmals auch lebensbedrohlich oder enden lange Zeit auf der Intensivstation oder zumindest im Krankenhaus. Masern führt in regelmäßigen Abständen immer wieder zu Todesfällen, auch bei uns. Hepatitis B ist eine chronische Erkrankung, die in der Regel zum Leberzellkarzinom (Leberkrebs) führt, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit tödlich verläuft. Windpocken sind zwar nicht unbedingt tödlich, legen aber den Grundstein für eine Herpes zoster Erkrankung (Gürtelrose), die mehr als nur sehr, sehr schmerzhaft verlaufen kann. Tödliche oder zumindest schwer beeinträchtigende Erkrankungsbeispiele ließen sich für alle anderen Erkrankungen ebenfalls aufführen.
Zeitaufwand: Bei mir bekommen Sie einen Termin für eine Impfung und wenn Sie zu diesem Termin in der Praxis sind, haben Sie keine Wartezeit. Selbst wenn Sie in einer weniger organisierten Praxis einen Termin zum impfen haben und dort etwas länger warten, sind diese paar Minuten, die Sie dort auf die Impfung warten, noch immer viel weniger zeitaufwendig als die anschließende Erkrankung im Krankenhaus und möglicherweise auf der Intensivstation zu kurieren, sofern sie nicht letal endet.

Es ist also schon ein deutlicher Abschnitt des Weges in die richtige Richtung beschritten, aber es liegt leider auch noch viel Weg vor uns.

Bitte lassen Sie sich, in Ihrem eigenen Interesse und zum Schutz derer, die nicht geimpft werden können, impfen! Danke.