Select Your Style

Choose your layout

Color scheme

Impfpflaster

Werden möglicherweise bald die klassischen intramuskulären Injektionen im Rahmen von Impfungen überflüssig und der Impfstoff lässt sich über ein Pflaster auf der Haut in den Körper bringen?

Diese Vermutung legt zumindest eine erste Studie von Dr. Nadine G. Rouphael an der Emory Universtity in Atlanta nahe. Hier wurde 100 erwachsenen Probanden ein Pflaster mit 100 Mikronadeln, die jeweils 0,65mm lang waren, auf das Handgelenk geklebt. Beladen waren die Pflaster mit einem Grippeimpfstoff, wie er jedes Jahr millionenfach verimpft wird.

Die Studie zeigte innerhalb der ersten sechs Monate nach der Impfung, dass, im Vergleich zu der konventionellen Impfung, keine vermehrten Reaktionen auftraten. Die Wirksamkeit in der Studie war, verglichen mit der konventionellen Impfmethode, in der Grippesaison 2014/15 besser. Es erkrankte keiner der Studienteilnehmer an einer Grippe. Die Antikörper, die vom Körper auf die Pflasterimpfung gebildet wurden, waren mit denen in der konventionell geimpften Gruppe, vergleichbar.

Ein weiterer Vorteil des Impfpflasters ist, dass dieses nicht durchgehend kühl gelagert werden muss.

Möglicherweise werden wir zukünftig über andere Impfarten als die klassischen Spritzen nachdenken, was hoffentlich auch dazu führt, dass die Impfquoten weiterhin gesteigert werden können. Bis dahin müssen wir aber noch auf die klassischen intramuskulären Impfmethoden zurückgreifen.

Ich werde Ihnen, sobald diese Möglichkeit zugelassen ist und zur Verfügung steht, darüber entsprechend aufklären