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Trockener Januar

Neues Jahr, neue Vorsätze? Wie wäre es nicht gleich ganz auf den Alkohol zu verzichten sondern einfach nur mal im Januar? Das wäre doch ein Anfang und es zeigen sich deutlich positive Effekte.

Britische Wissenschaftler haben in der „Dry January Campaign“ untersucht, wie sich der einmonatige Verzicht auf Alkohol bei sonst gesunden und nicht alkoholabhängigen Patienten auswirkt. Die Untersuchten hatten zuvor im Durchschnitt 251,6 Gramm Alkohol pro Woche konsumiert. Dieses entspricht rund 2,5 Flaschen Wein pro Woche bzw. zwei Gläsern pro Tag.

Bei den Untersuchten zeigte sich durchgehend, dass die Insulinresistenz abnahm. Wenn Insulin an den Zellen nicht mehr richtig wirken kann, dann verbleibt Zucker in der Blutbahn und in der Folge kommt es zum Diabetes mellitus mit den bekannten Langzeitfolgen einer Arteriosklerose, koronarer Herzerkrankung und möglicherweise Schlaganfall und Herzinfarkt. Durch die Abnahme der Insulinresistenz ist die Insulinwirkung besser, was ein gutes Zeichen ist.

Die Lebersteifigkeit als Zeichen des Leberfettgehaltes ging deutlich zurück. Ebenso ging ganz deutlich der systolische Blutdruck von durchschnittlich 134,8 mmHg vor dem Alkoholverzicht auf durchschnittlich 127,2 mmHg nach einem Monat zurück. Weiterhin signifikant ging das Gewicht, gemessen anhand des Body Mass Index (BMI), von 26,8 auf 26,1 zurück. Auch nachdem die Werte um bestimmte Faktoren bereinigt wurden, zeigte sich eine durchgehend positive Reaktion des Körpers auf den Alkoholverzicht.

Vielleicht wird ja aus dem trockenen Januar ein, zumindest in dieser Hinsicht, schwaches 2017?

Ich wünsche Ihnen für das neue Jahr alles Gute und vor allem viel Gesundheit.

Veröffentlich wurden die Ergebnisse übrigens in der Zeitschrift Hepatology 2015, 62(S1): Abstract 113.