Gelegentlich scherzen mein Patienten mit mir über ihre Leiden im Alter. Hin und wieder fällt dann der Spruch, alt werden ist nichts für Feiglinge.

Wenn man die ganzen Warnungen so liest, dann frage ich mich manchmal, wie haben wir es eigentlich geschafft, so alt zu werden und vor allem ohne großen Ängste. Manchmal erinnere ich mich aber auch an den Spruch meines Vaters, wenn wir im Sommer im Schwimmbad oder im See gespielt haben und spasseshalber um Hilfe gerufen haben. Man soll nicht um Hilfe rufen, wenn man diese nicht braucht und wer immer um Hilfe ruft, wenn er sie nicht braucht, der wird dann überhört, wenn er wirklich in einer hilfsbedürftigen Situation steckt.

Manchmal fällt mir dieser Tage das ewige Warnen vor irgendetwas so auf den Wecker, dass ich diese Nachrichten gar nicht mehr lese. Diesmal ist ausnahmsweise nicht der Bundesobergesundheitswarner gemeint.
Aber wenn ich die folgenden Warnung alles lese, dann verliere ich wirklich die Lust daran weitere diesbezügliche Nachrichten auch nur noch anklicken und stelle mir die Frage, sind das alles Erkrankungen, die es früher nicht gab? Natürlich nicht. Es gab sie auch schon früher. Nur hat es da niemanden interessiert und es gab keine diesbezüglichen Warnungen, denn da hätten die Warnungen noch entsprechende Wirkungen gezeigt. Heute hat sich das abgestumpft.

 


Quelle: web.de

 


Quelle: t-online.de

 


Quelle: n-tv.de

 

Ach ja, wie gut, dass es gegen die eine oder andere Erkrankung, vor der da so gewarnt wird, schon Impfstoffe in der Testphase gibt.
Das mit der schnellen Entwicklung eines Impfstoffes gegen etwas, wovor die WHO gewarnt hat, haben wir alle noch in guter Erinnerung und wie gut das seinerzeit geklappt hat. Da kann uns ja nichts mehr passieren und wir können beruhigt alt werden.

 


Quelle: web.de

 

Danke WHO. Ihr nehmt uns den Schrecken vor den Erkrankungen. Wenn wir Euch nicht hätten. Gut, dann hätten wir auch keine mRNA Technologie, die in der breiten Anwendung getestet wurde. Aber geschenkt.