Seit frühester Kindheit war mir irgendwie bewusst, dass das Leben endlich ist. Das Leben vergeht eines Tages.

Manchmal muß man einem Patienten etwas erklären und wird anschliessend gefragt, wie wahrscheinlich ist es, dass dieses wirklich eine schwere Erkrankung darstellt oder man diese bekommt? Wenn etwas nicht ganz sicher ist, ist es unsicher. Über die Ausprägung der Unsicherheit läßt sich dann oftmals spekulieren, weshalb ich ihnen in der Medizin nur drei Sachen ganz sicher sagen kann:

  1. Sind Sie eine Frau, können Sie nicht am Prostatakarzinom erkranken und sterben.
  2. Sind Sie ein Mann, können Sie nicht am Eierstockkrebs erkranken und sterben.
  3. Egal ob Se Mann oder Frau sind, sie werden mit Sicherheit eines Tages sterben.

Vor allem der letzte Punkt tut mir natürlich sehr leid, aber es wird unweigerlich der Tag kommen, denn den Tod hat noch niemand überlebt.
Umso unsinniger ist das, was ich gestern bei n-tv gelesen habe.

 


Quelle: n-tv

 

Ich weiß nicht, was die australischen Forscher dort für einen Unsinn erforscht haben, befürchte aber, dass viel mehr die n-tv Jungredakteure wieder einmal überhaupt nicht verstanden haben, was die Studie zu Tage gebracht hat. Deshalb wäre es sinnvoller gewesen, wenn man einfach mal nichts schreibt, also so einen (fast schon unerträglichen) Unsinn zu schreiben.
Noch einmal ganz klar und deutlich. Das Sterberisiko eines lebendgeborenen Menschen liegt bei 100%. Es ist unabhängig vom Geschlecht, des Testosteronspiegels, der Anzahl der Finger, Haarfarbe oder wovon auch sonst immer. Wenn nun aber das Sterberisiko bei 100% liegt, sterben dann Männer mit weniger Testosteron zu 105, 120 oder 130%? Und was bedeutet das dann? Sie sterben bevor sie angefangen haben zu leben, sterben die dann gleich mehrmals oder sterben die glücklicher oder wie muß ich mir ein Sterberisiko >100% vorstellen?