In diesem Beitrag soll es mal nicht um Corona gehen, denn es gibt tatsächlich doch auch noch andere Sachen. Allerdings sieht man auch hier wieder, wie dämlich die Menschen teilweise sein können. Aufmerksam geworden auf diesen Unsinn bin ich durch eine gute Freundin und er nennt sich Birthstrike, wörtlich übersetzt Geburtsstreik.

Titelt das SZ-Magazin doch ernsthaft: “Aussterben ist keine Lösung. Oder doch?” Spontan könnte man sagen, doch ist es. Dann haben wir keine Problem mehr mit Corona. Aber darauf ist es gar nicht gemünzt. Es ist auf die Klimaveränderung, bedingt durch Kinder, bezogen. Es gibt doch tatsächlich Menschen, wohl primär Frauen, die vertreten die Auffassung, das Kinderlosigkeit das Klima verändern könnte. Ich schreibe bewusst nicht retten, da zur Rettung ein Unglück passiert sein muß, was überhaupt nicht untersucht wurde. Das wiederum passt nun sehr gut zu Corona und insbesondere zu den Impfungen. Aber mehr dazu in diesem Beitrag dann auch nicht mehr.

Zurück zum Klima, welches zu einem großen Teil von der CO2-Konzentration abhängen soll. Der Mensch produziert CO2. Wieder ein wunderbares Beispiel, wo Assoziationen keine Kausalitäten begründen. Da das aber nur von wenigen wirklich verstanden wird, es einfacher ist, Kausalitäten aus Assoziationen herzuleiten, wird dieses einfach getan. Es gäbe zwei Möglichkeiten die CO2-Entstehung zu reduzieren. Wir vernichten die derzeit vorhandenen CO2-Produzenten oder wir setzen gleich ganz zu Beginn an, also wie von der Birthstrike Bewegung, den vollständigen Verzicht auf Kinder, auf diese kleinen dreckigen CO2-Prozenten. Das wäre doch wirklich effektiv. Diese kleinen Dinger atmen viel schneller als wir Erwachsene, sie haben einen viel höheren Stoffwechsel und produzieren somit, im Verhältnis ihrer Körpergröße oder auch -maße, überproportional viel CO2, deshalb keine Kinder mehr. WAS FÜR EIN UNSINN! Das dieses nicht die einzigen Möglichkeiten sind und noch dazu ziemlich dämliche (beide), möchte ich noch aufzeigen.
Erst einmal aber möchte ich noch etwas näher darauf eingehen, wie man ein Problem dämlich beseitigt. Seit vielen Jahren finde ich, sieht man dieses Herangehen an Probleme immer und immer wieder. Daher vermute ich, die meisten Menschen scheinen überhaupt nicht in der Lage zu sein, komplexe Probleme zu erfassen und sie deshalb gleich gänzlich wegzuoptimieren. Egal ob das moderne Autos, Energiegewinnung, Corona oder auch das Thema tüten betrifft. 

Sie erinnern sich sicherlich noch an den 01.01.2022. Damals durften keine Plastiktüten mehr durch die Händler beim Einkaufen in Geschäften abgegeben werden. Nur noch Papiertüten für den Einkauf durften ausgegeben werden. Wieso das Ganze? Nicht etwa, weil der Plastiktütenverbrauch stieg und stieg. Dieser fiel bereits seit 2015 massiv ab, wie die Bundesregierung veröffentlichte.


Quelle: Bundesregierung

 

Die Begründung für das Plastiktütenverbot war, dass es sich hierbei um ein Einwegprodukt handelt, dass im Durchschnitt nur 20 Minuten benutzt wird und es daher eine Ressourcenverschwendung darstellen würde, wie das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) auf seinen Seiten ausführt. Was eigentlich haben diese ganzen Dinge gemeinsam, dass man sie in einem Bundesministerium zusammenfasst? Egal.
Neben der Ressourcenverschwendung wurde und wird auch immer wieder angeführt, dass die Plastiktüten die Meere belasten und zu Mikroplastik führt, das ein weiteres Problem darstellt. Dem mag ich nur zu gerne zustimmen, wenn man solche Bilder sieht.


Quelle: Der Standard

 

Also, wir haben ein nicht zu leugnendes Problem mit Plastik, genauer gesagt mit Plastikabfall. Haben wir damit auch zwingend eins mit dem Ressourcenverbrauch, wie das BMUV schreibt?
Für die Herstellung einer Plastiktüte werden deutlich weniger Ressourcen vergeudet als für die Herstellung einer Papiertüte, wie selbst Thomas Fischer in einem Interview des Deutschlandfunks zugeben mußte. Konkret sieht das wie folgt aus.


Quelle: Letstalkplastic

 

Und selbst: “Der Nabu kam zu dem Ergebnis: Die dünnen Plastiktüten für Obst und Gemüse haben eine bessere Öko-Bilanz als die Einweg-Papiertüten.
Darüber hinaus ist eine Papiertüte deutlich schwerer als eine Plastiktüte, wird ebenfalls allerhöchstens einmal benutzt, damit also mit einer Plastiktüte vergleichbar, denn die Dinger sind ja in keinsterweise haltbar oder widerstandsfähig und verursachen durch ihr höheres Gewicht im Vergleich zu einer Plastiktüte einen deutlich höheren CO2-Ausstoß beim Transport.
Nur weil wir ein Plastiktütenentsorgungsproblem haben, sie scheinbar einfach ins Meer werfen, bzw. die beauftragen Entsorgungsbetriebe diese nicht fachgerecht entsorgen. laufen wir bei einer schlechteren Umweltbilanz mit voller Wucht auf die Umweltverschmutzung Papiertüte zu. Entweder leichte Ressourcenverschwendung durch die Plastiktüte oder gar keine. Das entspricht dem Denken der Birthstrike Bewegung. Entweder Umweltbelastung oder gar keine Kinder mehr. Super! Tolle Überlegung. Entweder ich streiche das Zimmer schwarz oder weiß. Ende der Diskussion. Das man aber die Plastiktüte hätte, alleine schon aufgrund seiner ressourcenschonenden Herstellung weiter produzieren sollte und sich anstelle dessen lieber Gedanken über die Entsorgung hätte machen sollen, wäre eben zu überlegen, das Zimmer weder in schwarz noch in weiß zu streichen sondern vielleicht in einem freundlichen gelb oder edlem grünschwarz – aber geschenkt. Vielleicht hätte man die Tüten einfach fachgerecht in einer Müllverbrennungsanlage entsorgen sollen.

Es zeigt nur sehr schön das Problem. Einfach das Produkt zu beseitigen, als sich gezielt und konzentriert auf das Problem zu beschränken. So auch bei der Birthstrike-Bewegung. Kinder gleich ganz zu entsorgen bzw. in diesem Fall zu unterlassen, beseitigt sicherlich das Problem des CO2-Anstiegs, ausgelöst durch den menschlichen Verbrennungsprozess im Körper. Erstens aber in welchem Zeitraum? Selbst wenn heute auf einmal alle Frauen aufhören würden Kinder zu bekommen, würde es noch mindestens 80 – 90 Jahre dauern, bis auch der letzte Mensch auf dieser Erde verschwunden wäre, zweitens für was für einen Preis? Denn die Kinder sind, nicht erst seit den 80zigern, bekanntermaßen unsere Altersvorsorge. Ziemlich “clever” sich der Altersvorsorge zu entledigen aber trotz Dumm-Denken der Birthstrike Bewegung natürlich dennoch im Alter weiterhin Sozialleistungen und Rente beziehen wollen. Und drittens, wird dadurch überhaupt ein Problem vermieden? Wie warm ist es denn durch diese kleinen “Drecksschleudern” eigentlich geworden?


Quelle: Landwirtschaftsmuseum

 

Wie man ganz deutlich sehen kann, ist es heute mitnichten so, dass es immer wärmer wird und noch nie so warm war wie heute. Bereits um 1800 war es deutlich wärmer als heute. Und wenn man sich die Klimadaten nicht nur der letzten 1022 Jahre ansieht, sondern seit Millionenjahren, dann stellt man fest, dass das Klima relativ stabil ist und natürlich schwankt, zumindest seit der Jungsteinzeit.


Quelle: Landwirtschaftsmuseum

 

Aber immer schön die kleinen “Drecksschleudern” für alles verantwortlich machen. Die, die nichts dafür können und sich nicht selbst wehren können. Die sind doch geeignet für das gesamte Unheil, was man ja auch bei Corona sieht (doch nochmal ein kleiner Ausflug zu den Superspreadern Kinder, die sich infizieren ohne zu erkranken – Sie erinnern sich möglicherweise noch).

Was aber wäre, wenn man sich einmal ein sonnenfreundliches Gelb überlegt und nicht gleich die gesamte Menschheit in Frage stellt. Dann kommt man zu der Überlegung, die Menschen (nicht nur aber auch) produzieren durch die körperliche Verbrennung CO2. Je mehr Menschen es gibt, desto mehr CO2 wird es geben, was aber keinesfalls zu einem so derartigen Problem wird, als dass dadurch das Klima beeinträchtigt werden könnte. Aber, weil es ja en vogue ist, irgendetwas zu unterstellen, unterstellen wir auch hier einmal, dass die “Drecksschleudern” Kind das Problem sind. Was passiert denn mit dem CO2? Die Bäume benötigen es. Sie leben gerade zu davon. Und genau deshalb sind unsere Wälder auch gesünder und die Pflanzen wachsen besser, obwohl man uns in den 80ziger Jahren (ich höre es noch wie heute) den bösen sauren Regen als denjenigen verkauft hat, der 2000 dazu führen wird, dass die Wälder vollständig verschwunden, ganz böse krank sein werden und das Amagedon drohen würde. Das war vor 22 Jahren und was ist passiert? Corona ist gekommen – auch irgendwie ein Amagedon. Wäre es da nicht besser, für eine Aufforstung zu sorgen, anstelle die Urwälder weiter abzuholen, aus dem Dreieck Havelland der A10/A24 eine Betonwüste zu fabrizieren und das Tempelhofer Feld erinnert weiterhin auch eher an eine O2-unproduktive Sarahasteppe. Aber das wäre natürlich das Zimmer in einer anderen Farbe als schwarz oder weiß zu streichen, wozu man sich vorher einmal überlegen müßte, welche Farbe denn zu dem Raum, den Möbeln und der Einrichtung passen könnte.