Wirkt die Angst vor Corona schon nicht mehr so richtig? Oder wie ist der Bericht bei web.de über die Tierkrankheiten, die auf den Menschen überspringen könnten, ansonsten zu interpretieren? Nicht nur, dass gleich in der ersten Unterüberschrift Corona nur als Vorbote für zukünftige Pandemien, die allesamt natürlich so dramatisch zu verlaufen scheinen, dass sich dann doch irgendwann einmal vielleicht die Killervariante eines Virus, von dem Karl Lauterbach schon schwurbelte, entwickeln wird. Nein. Es ist auch gleich die Wurzel allen Übels ausgemacht, wie wir in der zweiten Unterüberschrift erfahren. Beruhigend ist dann aber schlußendlich in der dritten Unterüberschrift, dass wir sowieso nichts mehr aufhalten können.


Quelle: web.de

 

Es ist der Klimawandel! Was würden wir nur ohne den Klimawandel machen? Wir würden einfach friedlich weiterleben und hätten gar keine großen Aufregerthemen mehr – wie langweilig.
Na gut nicht ganz, wir versauen unsere Umwelt immer weiter mit den Papiertüten, beuten sie immer weiter durch die Abschaffung des Verbrennungsmotors aus (“Grüne” Batterien sind Illusion, TichysEinblick 5/22, s. 52ff.) und verschandeln den Rest der erhaltenen Erholungsflächen durch spargelartige Windräder, wo viel besser Wälder durch Aufforstung entstehen könnten, um dem angeblichen CO2-Anstieg zu begeben. (Möglicherweise erinnern Sie sich noch an Ihren Biologieunterricht, wo uns beigebracht wurde, dass Bäume CO2 zum Wachstum benötigen, diesen verstoffwechseln und es Studien gibt, die zeigen, dass Bäume bei zunehmender CO2-Konzentration besser wachsen).

Aber zum Glück haben wir ja den Klimawandel, der durch die steigende CO2-Belastung begründet wird.


Quelle für alle drei Grafiken: HU Berlin

 

Vielleicht darf man den Klimawandel nicht mit der globalen Temperaturveränderung gleichsetzen, wie ich es tue. Denn die findet, selbst wenn man es auf nur 5,3 Millionen Jahre vergrößert, irgendwie gar nicht so richtig statt.
Und auch in der Antarktis möchte es nicht so richtig warm werden.


Quelle: HU Berlin

 

Aber gut, dass wir Klimawandel haben und Corona uns nur einen Vorgeschmack auf das gegeben hat, was da an neuen Virusarten noch auf uns zukommen wird. Flux testet man schon einmal Kamele auf das alt bekannte MERS Virus. Denn sollte das “(…) mutieren, würde es auch Menschen befallen und eine Pandemie auslösen, die weit schlimmer wäre als Covid-19.”


Quelle: Swissinfo

 

Mein erster Gedanke war: “Oh Gott, das arme Kamel. Ob es wohl weiß, wie ihm geschieht?” Und wenn das auch Ihr erster Gedanke war, dann war er vermutlich gold richtig. Wenn man jedoch einen Bericht zu MERS ließt, dann kann man sich allerdings nicht ganz der Vermutung entledigen, dass bereits damals (2016) alte Bekannte (Drosten) versucht haben irgendwie eine Pandemie auszulösen. Vermutlich haben sie damals aber noch zu sehr beschwichtigt, so dass überhaupt nichts passiert ist.
Aber man hat ja dazu gelernt. Jetzt ist auch die Laienpresse drauf angesprungen und macht uns schonmal Angst für die Zukunft.

Wenn man die gewonnenen Erkenntnisse oder besser gesagt, dass was einfach so dahin geschrieben wird, einmal zusammenfasst, dann muß man doch folgendes Fazit ziehen:

1.) Es gibt einen Klimawandel, der in dieser Form noch nie da gewesen ist.
2.) Bedingt durch den Klimawandel werden zukünftig neue Viruserkrankungen auf uns Menschen übergehen, die es so noch nie gab.
3.) Diese neuen Viruserkrankungen werden so fürchterlich werden, dass Corona allenfalls ein Vorgeschmäckle war.
4.) “Die Entwicklungen lassen sich (sowieso) nicht mehr aufhalten.”

Nun, dem mag ich entgegen setzen:

1.) Wie die Grafiken oben zeigen, gab es bei weiterem schon dramatisch wärmere Zeiten auf dieser Erde – und wenn man genau hinsieht waren fast alle Zeiten wärmer aus diese zwei oder drei Eiszeiten, in einer davon leben wir scheinbar noch. 
2.) Das mag sein aber keiner weiß es wirklich. Es sind reine Spekulationen. 
3.) Na klar! Als die Eisenbahn erfunden wurde, haben die Menschen dieses Teufelsgerät auch verunglimpft und wollten überwiegend davon wenig wissen, weil das eine Geschwindigkeit ist, die der Mensch nicht mehr beherrschen könnte. Heute fahren wir locker mit 180 km/h über die Autobahnen und können das relativ gut beherrschen, ohne dass wir in Scharen daran gestorben wären
4.) Na dann. Auf ein schönes Restleben. Worüber machen wir uns dann überhaupt noch Gedanken, wenn wir es doch sowieso nicht mehr aufhalten können?

Ganz ehrlich, ich haben in meinem Leben zuvor noch nie soviel Mist gelesen wie in den letzten zwei Jahren und ich habe das Gefühl, es wird immer mehr. Irgendwie muß das vielleicht am Internet liegen, wobei ich das natürlich schon länger als zwei Jahre kenne, habe und nutze.
Wenn doch aber der Klimawandel so verheerende Folgen hinsichtlich Virusmutationen hat, wieso war das dann in der Vergangenheit nicht auch schon so? Die Menschheit lebt seit 300 Mio. Jahren auf diesem Planten. Seit diesem Zeitpunkt gab es mindestens schon zwei Warmzeiten (siehe Grafiken oben) und niemals scheinen Viren so mutiert zu sein, als dass sie das Aus der Menschheit bedeutet hätten, was biologisch auch nicht so ganz viel Sinn ergeben würde. Aber auf einmal soll das Alles komplett anders sein und zu einem Zeitpunkt, wo es überhaupt noch nicht so übermäßig war ist?

Ich kann Ihnen nicht versprechen, dass das nicht passiert. Aber ich kann Ihnen sagen, dass ich es für äußerst unwahrscheinlich halte, denn Biologie ist nicht dumm. Natürlich wird es möglicherweise in zig Jahrzehnten, Jahrhunderten oder Jahrtausenden wieder einmal zu einem Virustransfer vom Tier auf den Mensch kommen. Aber was haben wir bei Corona erlebt? Wir werden es ziemlich gut überleben und es wird keine so exorbitante Gefahr darstellen, wie ursprünglich befürchtet. Kennen Sie eine Lebensart, die aufgrund der Evolution bisher ausgelöscht wurde?
Klar, ich kenne diese auch (natürlich nicht – ich mußte sie erst nachlesen). Aber mal ganz ehrlich, die sind doch fast alle nicht aufgrund biologischer Ursachen ausgestorben. Die Gründe für deren Aussterben waren: Überfischung, Lebensraumverlust durch den Bergbau, die Tiere wurden zur Nahrungsgewinnung getötet, Überschwemmungen vernichteten den Lebensraum (und wo kommen die Überschwemmungen wohl her?), starke Verschmutzung, usw. usf.. Lesen Sie den Bericht gerne selbst. Es war fast immer der Mensch, der zu einem aussterben der Tierarten geführt hat. Nur in den seltensten Fällen war es die Biologie. Da die Evolution zwar manchmal scheinbar unsinnige Wege geht aber dennoch niemals eine Kreatur aussterben lässt. 

Ich habe nur vor einem Angst: Vor der Dummheit der Menschen, nicht zu erkennen, dass sie ihr größter Feind ist. Aber doch nicht vor einer Klimaveränderung, die es schon seit Jahrmillionen immer wieder gab und sie alle mehr oder weniger fröstelnd oder schwitzend überlebt haben.