“2023 rollt großes Krankenhaussterben an” war heute bei n-tv.de zu lesen.


Quelle: n-tv.de

 

Die Gründe für die bevorstehenden Krankenhausschliessungen sind in dem Bericht aufgeführt und überwiegend finanzieller Ursache. Verwunderlich ist es nicht, dass die Krankenhäuser schliessen. Absehbar war es schon ewig und mehrfach hatte ich auch in irgendeiner Weise über die nicht erfolgsversprechenden Versuche des Bundesgesundheisministers zu entsprechenden Maßnahmen geschrieben (Der Beginn einer Revolution, Geplante Ambulantisierung von Krankenhausleistungen). Es war zu erwarten, dass diese Maßnahmen keine wirkliche Entlastung der Krankenhäuser erbringen würden und vor allem, wenn es eine Entlastung wäre, würde diese viel zu spät kommen, nämlich erst in ein paar Jahren.
Insgesamt verwundet es somit nicht, dass 2023 das große Kliniksterben kommen wird. Wenn man Gesundheit ökonomisiert, wofür auch Herr Lauterbach jahrzehntelang eingetreten ist, angefangen mit der Einführung der DRGs Anfang der 2000er Jahre, dann sehen Kliniken nur noch auf ihre Bilanzen. Das Ende ist klar. Ein Wirtschaftsbetrieb, der rote Zahlen schreibt, schliesst. Das überrascht nicht.

Dieses Jahr waren es “nur” die Kinderkliniken, die völlig überlastet waren.


Quelle: n-tv.de

 

Die Konsequenzen hinsichtlich der stationären Versorgung im nächsten Jahr, insbesondere zum Jahresende, wenn wieder die virale Infektionszeit einsetzten wird, ist absehbar. Über die ambulante Versorgung mag ich hier gar nicht schreiben.
Bereits Mitte November hat die Berliner Krankenhausgesellschaft auf die Probleme hingewiesen, die seit Jahren bestehen und nicht nur diese tat das.


Quelle: Twitter – Berliner Krankenhausgesellschaft

 

Zwei Vorschläge, wie wir der drohenden Krankenhauskatastrophe entgegenwirken können, könnten, so wie an anderer Stelle vorgemacht, folgende sein: 

1.) Hoffen, dass das Wetter 2023 mitspielt und die Erkrankungswelle dadurch nicht so massiv ausfällt, als dass die reduzierten Krankenhauskapazitäten nicht mehr ausreichen würden.
Diesbezüglich kann sicherlich Habeck weiterhelfen, der hier bereits Erfahrungen mit der Hoffnung zu haben scheint. 


Quelle: RND

 

2.) Man könnte einen Krankenhausplatz-Flohmarkt einrichten.
Derjenige, der einen Krankenhausplatz hat, diesen aber entweder aufgrund entsprechender Genesungsfortschritte nicht mehr benötigt oder aktuell darauf verzichten kann und sich später erneut eine Einweisung, z.B. für einen geplanten Eingriff geben lassen kann, kann diesen an entsprechend Erkrankte abgeben.
Die Bevölkerung könnte sich, alternativ des Vorschlags des Bundesärztekammer Chefs Klaus Reinhardt, in der Nachbarschaft mit Krankenhausplätzen aushelfen.


Quelle: Deutsche Apotheker Zeitung

 

Wie das bei den Medikamenten-Flohmärkten aussähe, darüber gibt es bereits erste Vorstellungen. Bezüglich des Krankenhausplatz-Flohmarktes wird es sicherlich ähnlich aussehen.


Quelle: Twitter

 

Man muß einfach nur Ideen haben und nicht so festgefahren in den bekannten und vor allem gesicherten Strukturen bleiben. 2023 einfach mal etwas wagen.