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Einfach mal Nichtstun

Die amerikanische Initiative „Choosing Wisely“ hat sich zum Ziel gesetzt, überflüssige Diagnostik und Behandlungen zu vermeiden.

Dieses Ziel hat sich auch der 121. Internistenkongress mit der Initiative „Klug entscheiden“ gesetzt. Hierbei sind als erstes zehn Beispiele angeführt, die im Rahmen der überflüssigen Diagnostik und Behandlung verändert werden soll. Entweder macht es keinen Sinn bestimmte Diagnostik durchzuführen oder die Behandlung soll besser angepasst werden.

1.) Gabe von bestimmten Anitarrhythmika bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit.

2.) Bildgebung in der ersten 6 Wochen bei Kreuzschmerzen

3.) Antibiotikagabe bei akuter Bronchitis und Infektionen der oberen Atemwege.

4.) Implantation eines internen Defibrillators bei einer Patientenlebenserwartung von unter einem Jahr.

5.) Gabe von Magenschutzmedikamenten bei Patienten, die keiner Risikoklasse angehören.

6.) Bestimmte und vor allem teure Laboruntersuchungen bei unspezifischen Symptomen.

7.) Angepasste Krebstherapie.

8.) Antibiotika bei Keimen im Urin ohne Symptome.

9.) Darstellung der Herzkranzgefäße nach erfolgter Ausdehnung der Herzkranzgefäße.

10.) Koloskopie häufiger als 10 Jahre bei Patienten ohne erhöhtes Risiko.

Manchmal ist es einfach auch in der Medizin besser, mit dem Patienten zu reden, als einfach für unnötige und falsche Diagnostik und Behandlung monetäre Ressourcen zu verschwenden.

Den ausführlichen Artikel hierzu finden Sie übrigens unter folgenden Link (http://www.aerzteblatt.de/archiv/169423/121-Internistenkongress-Wenn-Nichtstun-die-beste-Option-ist?s=Wenn+Nichtstun+die+beste+Option+ist) oder alternativ als PDF, wenn hier klicken.

Bei weiteren Fragen stehe ich Ihnen selbstverständlich sehr gerne in einem ausführlichen Gespräch zur Verfügung und sehe mich durch den Artikel nur darin bestärkt, oftmals auch einfach nur das ausführliche und aufklärende Gespräch mit meinen Patienten zu suchen und nicht bei jeder geringsten Indikation sofort teure Diagnostik im Rahmen von Laboruntersuchungen, Ultraschall, etc. anzusetzen, sondern diese Möglichkeiten dort einzusetzen, wo sie auch einen diagnostisch-therapeutischen Gewinn für den Patienten bringen.

 

04.05.2015

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