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Hungrig zum Labor?

Kennen Sie das auch? Sie sollen zur Blutabnahme und wissen nicht genau, ob die Blutfettwerte bestimmt werden sollen? Die Blutentnahme ist aber erst für 10.00 Uhr vorgesehen und Sie sind schon um 06.30 Uhr wach. Wie sollen Sie es nur bis 10.00 Uhr nüchtern, d.h. ohne Nahrungsaufnahme aushalten? Und bedeutet nüchtern nur nichts essen oder auch nichts trinken? Noch nicht einmal einen Kaffee? Wie wollen Sie denn da in Schwung kommen?

Eine grauenvolle Vorstellung, oder?

Nun, aktuelle Studien zeigen, dass es unerheblich ist, ob Sie nüchtern zur Blutentnahme kommen oder nicht. Und das gilt auch und insbesondere für den Fall der Blutfettwertbestimmung. Die Nahrung verändert nämlich den Blutfettwert, zumindest die morgendliche Nahrung vor der Laboruntersuchung, nur unwesentlich. Haben Sie zu hohe Blutfettwerte, so können diese durch die fehlende Nahrungsaufnahme am Morgen nicht nennenswert gesenkt werden. Haben Sie normale Blutfettwerte und einen normal funktionierenden Stoffwechsel, so trägt die morgendliche Nahrungsaufnahme, ganz gleich was Sie essen, nicht dazu bei, dass die Blutfette erheblich steigen würden.

Im Gegensatz, heute geht die Medizin davon aus, dass die nicht nüchtern gemessenen Blutfettwerte, als die tatsächlichen, so wie sie jeden Tag und Morgen auftreten, das kardiovaskuläre Risiko mindestens gleich gut, eventuell sogar besser widerspiegeln.

Ganz verworfen ist die Nüchternblutuntersuchung für die Blutfette jedoch noch nicht. Es gibt bestimmte Ausnahmefragestellungen, in denen diese sinnvoll ist.

Fragen Sie Ihren Arzt, weshalb er eine Blutfettuntersuchung durchführen möchte und ob es hierzu nach neuen Erkenntnissen überhaupt noch notwendig ist, dass Sie nüchtern erscheinen.

Publiziert wurde diese Studie übrigens im European Heart Journal 2016, online 26. April

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