Was gibt es Neues bei der Impfung gegen Corona, welche Impfstoffe gibt es/wird es geben, was sind die Unterschiede und wie wirksam sind die bisher zugelassenen Impfstoffe.
Hierzu möchte ich heute ein Update geben, auch, damit Sie möglicherweise etwas besser entscheiden können, ob und ggf. womit Sie sich impfen lassen wollen.

Derzeit führt der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen 67 Impfstoffe auf ihren Seiten gegen das SARS-CoV-2 Virus auf. Aktuell (Stand 19.01.2021) sind in der EU zwei Impfstoffe zugelassen, einer von BioNTech/Pfizer sowie Moderna. Bei beiden handelt es sich um mRNA-Impfstoffe. Ein weiterer befindet sich derzeit im Zulassungsverfahren von AstraZeneca.
Bei allen 67 Impfstoffen handelt es sich im wesentlichen um drei Gruppen von Impfstoffen:

1.) mRNA Impfstoffe
2.) Vektorimpfstoffe
3.) Subunit oder Totimpfstoffe

Die beiden derzeit zugelassenen Impfstoffe von BioNTech/Pfizer (BNT162b2) und Moderna (mRNA-1273) gehören zur Gruppe der mRNA-Impfstoffe. Der demnächst vermutlich zugelassene Impfstoff von AstraZeneca (ChAdOx1 nCoV-19 (AZD1222)) ist ein Vektorimpfstoff.


Worin bestehen nun aber die Unterschiede der einzelnen Impfstoffe.

mRNA-Impfstoffe
Bei diesen Impfstoffen, die gänzlich neu sind und bisher noch nie im menschlichen Körper zur Anwendung kamen, wird ein Teil des Bauplan des SARS-CoV-2 Virus verimpft. Dieser Teilbauplan wir mittels Nanopartikel, in diesem Fall kleine Fetttröpfchen, in den Körper eingebracht. Anschliessend wandern diese Nanopartikel in die menschliche Körperzellen dort wo sie verimpft wurden und setzen in der Körperzelle ihren Inhalt frei. Der Inhalt der Nanopartikel ist der Bauplan des SARS-CoV-2 Virus für die Spikeproteine, die das SARS-CoV-2 Virus ausmachen. Innerhalb der Körperzelle wandert dieser Teilbauplan zu den Ribosomen, die nun das herstellen, was dort auf dem Teilbauplan abgelegt ist. Im Endeffekt handelt es sich bei dem mRNA-Impfstoff um eine Art Rezept, anhand dessen Sie wissen, was Sie zu kochen haben.  Dieses Rezept, bzw. im Fall des Teilbauplans, spricht man von mRNA. Das Prinzip findet immer zu in unseren Körperzellen statt. Hier wird zuvor die Information dessen, was die Zelle produzieren soll, von der DNA abgelesen. Diese abgelesene Information, Teilkopie der DNA nennt man messengerRNA (mRNA). Diese wandert dann aus dem Zellkern heraus, wird an den Ribosomen abgelesen und es wird das hergestellt, was dort draufsteht. In unserem Körper kann das z.B. Insulin in der Bauchspeicheldrüse sein, Kortison in der Nebennierenrrinde und zig andere Stoffe, die wir zum Leben benötigen. Im Falle des mRNA Impfstoffes produziert nun die Zelle nun beispielsweise auch das Spikeprotein des SARS-CoV-2 Virus, welches typisch für dieses Virus ist. So wie alle in den Ribosomen produzierten Sachen werden auch die Spikeproteine aus der Zelle freigesetzt und tauchen im Körper auf. Krank machen können die Spikeproteine an sich nicht mehr, denn das wäre so, als wenn sie versuchen etwas an eine Pinnwand zu pinnen nur mit dem Kopf der Stecknadel. Das wird nicht funktionieren. Der Körper hingegen erkennt genau dieses Spikeprotein (unseren Stecknadelkopf) als fremd und fängt an, diesen abzuwehren, womit eine Immunität aufgebaut wird – das Grundprinzip einer jeden Impfung, egal auf welcher technologischen Basis.

Vorteile von mRNA-Impfstoffen
  • Sie können sehr schnell hergestellt werden, da man einen wesentlichen Schritt bei den anderen Impfstoffen weglässt und es dem Körper überlässt, die Informationen selbst zu produzieren (Stecknadelkopf), die für eine Immunität wichtig sind.
  • Sie können bei Virusveränderungen (Mutationen) relativ zügig angepasst werden, da man einfach nur die entsprechenden Informationen des Rezeptes austauschen muß. Möchten Sie anstelle einer Rotweinsauce eine Madeirasauce kochen, so wird einfach der Rotwein in dem Rezept gegen Madeira ausgetauscht und schon haben Sie eine leicht geänderte Sauce. Natürlich funktioniert das nicht so einfach, wenn es sich um ein vollständig neuen Erreger handelt. Das wäre so, als wenn Sie anstelle einer Rotweinsauce eine Köse-Sahne-Sauce herstellen möchten. Dann benötigen Sie ein vollständig anderes Rezept, in diesem Fall eine nicht nur geringfügig geänderte mRNA sondern eine vollständig andere.
  • Sie können relativ einfach in großen Mengen hergestellt werden ohne wesentliche Verlustgefahr. Insbesondere bei Influenzaimpfstoffen, die auf Hühnerembyonen ausgebrütet und hergestellt werden, kommt es immer wieder vor, dass anschliessend nicht das gesamte Hühnereiweiß entfernt werden konnte oder das Sie anstelle von Rotwein oder Madeira versehentlich Wodka genommen haben. Dann können Sie gleich einmal die gesamte Sauce, in unserem Fall die gesamte Charge des hergestellten Impfstoffes verwerfen, was den Impfstoff in diesem Fall, da der Verlust ja auch irgendwie bezahlt werden muß, teurer macht und es immer wieder zu Lieferengpässen kommt. Das kann bei mRNA nicht so leicht passieren. Hier müssen Sie schon bewusst zur Wodkaflasche gegriffen haben.
Nachteile von mRNA-Impfstoffen
  • Bisher gibt es keine entsprechend zugelassenen Impfstoffe. Es wird schon seit den 90ziger Jahren an dieser Technologie geforscht und man hat bisher immer gehofft, hiermit Impfstoffe gegen Tumore entwickeln zu können, was allerdings noch nie geklappt hat. Schon bei der SARS- und MERS-Impfstoffentwicklung vor einigen Jahren hat man auf diese Technologie gesetzt, jedoch mußten die Versuche immer wieder abgebrochen werden. Die wesentlichsten Nebenwirkungen waren häufig das antibody dependent enhancement – ADE (Infektionsverstärkende Antikörper). Beim ADE ist die Erstinfektion mit einem Erreger oder in diesem Fall mit dem vom Körper selbst durch die mRNA hergestellten Spikeproteine harmlos. Kommt es später jedoch zu einer erneuten Infektion mit dem tatsächlichen oder auch einem ähnlichen Erreger, kommt es zu einer überschiessenden Immunreaktion des Körpers mit teilweise schwersten Krankheitsverläufen. Dieses wurde immer wieder bei den Impfversuchen mit SARS- und MERS-Imfpstoffen beobachtet, weshalb diese alle nicht über das Tierversuchsstadium hinausgekommen sind.
  • Ein weiteres Problem könnten Autoimmunreaktionen darstellen. Hierbei erkennt der Körper eigenartigerweise nach einer Impfung auch körpereigene Strukturen als fremd und fängt an, gegen diese entsprechende Abwehrmechanismen einzuleiten. Dieses ist ein grundsätzliches Problem, welches nach Impfungen auftreten kann. Letztmalig ist dieses in größerem Umfang mit dem unzureichend geprüften Impfstoff “Pandemrix©”, der gegen die Schweinegrippe eingesetzt wurde, aufgetreten. Hier kam es bei 60 Mio. Impfungen unter bestimmten Umständen in 1.300 Fällen zu einer anschliessenden Narkolepsie, an der die Betroffenen teilweise noch heute leiden.
  • Das SARS-CoV-2 Spikeprotein weisst gewisse Ähnlichkeiten mit dem Syncytin-1 Protein auf. Dieses Protein findet sich regelhaft in der Plazenta bei einer Schwangern wieder. Daher gibt es kritische Stimmen, die eindringlich davor warnen, dass die beiden derzeit verfügbaren mRNA Impfstoffe und er Schwangerschaft appliziert werden. Andere Wissenschaftler sehen nur eine geringe Ähnlichkeit und streiten eine Abwehrreaktion nach einer mRNA-Impfung gegen die Plazenta ab. Fakt ist, es liegen schlicht und ergreifend keine verlässlichen Informationen vor, weshalb zum einen auf jeden Fall in der Fachinformation für den mRNA Impfstoff von BioNTech/Pfizer von einer Impfung während einer Schwangerschaft eher abgeraten wird: “Die Verabreichung von Comirnaty in der Schwangerschaft sollte nur in Betracht gezogen werden, wenn der potenzielle Nutzen die möglichen Risiken für Mutter und Fötus überwiegt.” und zum anderen Experten vor einer Schwangerschaft binnen 2 Monaten nach der letzten mRNA Impfung gegen das SARS-CoV-2 Virus warnen.
    Dieses Problem besteht nicht grundsätzlich bei Impfungen. Ganz im Gegenteil. Bei der Impfung mit Vaxigrip Tetra gegen das Influenzavirus, wird sogar explizit, aufgrund des hohen Komplikationsrisikos bei einer Influenzainfektion während der Schwangerschaft, auf die Impfung während der Schwangerschaft in der Fachinformation hingewiesen: “
    Schwangere sollten eine Impfung gegen Influenza erhalten.”
  •  Der bisherige mRNA-Impfstoff von BioNTech/Pfizer ist bei Raumtemperatur allenfalls 5 Stunden und im Kühlschrank maximal 5 Tage haltbar. Längere Haltbarkeiten gewähren nur Ultratiefkühlschränke, bei denen der Impfstoff bei -80° C gelagert werden muß.
  • Es liegen so wenig gesicherte Informationen über mRNA Impfstoffe, aufgrund der absoluten Neuartigkeit, vor, dass man auf möglichst schnell und viele Informationen diesbezüglich angewiesen ist, um die Verträglichkeit beurteilen zu können. Daher wurde eine spezielle App entwickelt (SafeVac 2.0), die jeder geimpft herunterladen soll und über seinen Gesundheitszustand berichten soll.
  • Die bisher verfügbaren mRNA Impfstoffe wurden in so kurzer Zeit entwickelt, dass wesentliche Entwicklungsschritte so verkürzt wurden, dass die normale Impfstoffentwicklungszeit von teilweise bis zu 10 Jahren auf lediglich 8 Monate verkürzt wurde. Wichtige und eventuell gravierende Nebenwirkungen können so keinesfalls seriös beurteilt werden.

Vektorimpfstoffe
Diese Impfstoffe basieren auf einem ähnlichen Prinzip wie die mRNA Impfstoffe.  Hierbei werden bestimmte Bauanleitungen in Vektoren eingebracht. Dabei ist die Bauanleitung, als die genetische Information, für das Spikeprotein nicht wie bei den mRNA Impfstoffen in ein Nanopartikel verpackt sondern in eine “Transportzelle”. Bei dem von AstraZeneca hergestellten Impfstoff handelt es sich um eine Adenoviruszelle. In diese Viruszelle wird der Bauplan für das Spikeprotein des SARS-CoV-2 Virus, der ebenfalls gentechnisch hergestellt wurde, eingebracht. Anschliessend wird diese Adenoviruszelle verimpft, gelangt ebenfalls in eine menschliche Körperzelle, setzt dort die entsprechende Erbinformation frei, die dann an den Ribosomen der Zelle abgelesen wird, Woraufhin diese wiederum das Spikeprotein des SARS-CoV-2 Virus produziert, dieses entlässt. Der Körper erkennt es wiederum als fremd und leitet entsprechende Abwehrmechanismen ein. Adenoviren sind als Krankheitserreger schon länger bekannt. Sie lösen beispielsweise leichte bis schwere Atemwegserkrankungen oder auch Durchfallerkrankungen aus. In diesem Fall können die Adenoviren jedoch die entsprechende Erkrankung nicht mehr auslösen, da sie gentechnisch so verändert wurden, dass aus unserer Rotweinsauce nicht bloß eine Madeirasauce sondern eine crunchy Erdnusssauce geworden ist. 

Aufgrund der Ähnlichkeit zu den mRNA Impfstoffen werden die Nachteile vermutlich ähnlich sein. Hingegen gibt es aber einige wesentliche Vorteile.

Vorteile von Vektorimpfstoffen
  • Sie müssen vermutlich nicht bei -80° C gelagert werden, sondern eine Tiefkühlung bei -20° C ist vermutlich ausreichend. Damit kann sie einfacher bei niedergelassenen Ärzten gelagert werden, die die Impfung auch anbieten könnten.
  • Es gibt bereits seit einigen Jahren Vektorimpfstoffe und es liege deutlich längere Erfahrungen in der Anwendung vor. So gibt es derzeit zwei Impfstoffe auf Vektorimpfbasis. Hierbei handelt es sich um Ervebo©, ein Impfstoff gegen Ebola und um Dengvaxia©, ein Impfstoff gegen das Denguefieber. Letzterer ist seit dem 12.12.2018 für Men­schen zwi­schen 9 und 45 Jah­ren zugelassen, die in der Ver­gan­gen­heit be­reits mit dem Dengue-Vi­rus in­fi­ziert wa­ren und in En­de­mie­ge­bie­ten le­ben. Ervebo© ist seit dem 11.11.2019 zugelassen. Seit dem 01.07.2020 gibt es zwei weitere Impfstoffe gegen Ebola, Zab­de­no© und Mva­bea©. Beide Impfstoffe sind ebenfalls Vektorimpfstoffe. Zab­de­no© und Mva­bea© sind in Kombination auch für die Prävention einer Ebolaerkrankung zugelassen. Somit gibt es hier etwas mehr Informationen über die Nebenwirkungen, da beide Impfstoffe etwas länger verfügbar sind und auch länger zuvor getestet wurden, im Vergleich zu dem aktuellen Vektorimpfstoff gegen das SARS-CoV-2 Virus von AstraZeneca.
Nachteile von Vektorimpfstoffen
  • So wie beim mRNA-Impfstoff auch, ist zumindest beim Impfstoff gegen Denguefieber (Dengvaxia©) eine überschiessende Immunantwort bei einer erneuten Infektion mit dem eigentlichen Erreger beschrieben, weshalb die Zulassung ausschließlich für Personen gilt, die bereits zuvor mit dem Dengle-Virus infiziert waren und die Infektion überstanden haben.

Subunit/Totimpfstoffe
Hierbei handelt es sich um die “klassische” Impfung. Es wird entweder der tote Erreger als ganzes oder wichtige, die Immunreaktion auslösende Teile des Erregers verimpft. Hierdurch wird die klassische Immunreaktion des Körpers so angeregt, als würde der Erreger selbst in den Körper eindringen.

Vorteile von Subunit/Totimpfstoffen
  • Die natürliche Infektion mit dem Erreger wird soweit wie möglich simuliert, wodurch alle Prozesse einer natürlichen Infektion ablaufen.
  • Diese Impfung ist seit Jahrzehnten bekannt und wurde schon milliardenfach angewendet. Wesentliche und auch seltene Nebenwirkungen sind bekannt.
Nachteile von Subunit/Totimpfstoffen
  • Die Herstellung ist oftmals schwierig, da die Erreger erst angerichtet werden müssen, dann abgetötet werden müssen und ggf. muß noch der wesentliche Infektionsauslösende Teil des Erregers für eine Subunitimpfung extrahiert werden.
  • Sollte beim Produktionsprozess etwas schiefgehen, muß die gesamte Charge verworfen werden, was häufig vorkommt.
  • Die Immunantwort des Körpers ist oftmals so träge, da es sich um Erregerteile oder tote Erreger handelt, dass Adjuvanzien zugesetzt werden müssen, die eine Immunantwort überhaupt erst auslösen. Allerdings führen diese häufig zu deutlichen Nebenwirkungen wie beispielsweise bei der Impfung gegen die Gürtelrose.

Da derzeit das Gespräch im Rahmen der SARS-CoV-2 Infektion um die mRNA kreisen, möchte ich explizit zu denen noch ein paar Informationen geben.

Wie hoch ist die Wirksamkeit der Impfung?
In der Presse lesen Sie eventuell etwas von einer bis zu 95% Wirksamkeit der Impfung gegen Corona. Um das Ergebnis vorweg zu nehmen, das sind reine Verkäufertricks. Die Wirksamkeit liegt nicht bei 95%. Sie liegt unter 1%.
Wie errechnet sich die tatsächliche Wirksamkeit?
In der 
Comirnaty Information ist nachzulesen, dass es zwei Gruppen gab, anhand derer man die Wirksamkeit der Coronaimpfung selbst nachrechnen kann. Im folgenden habe ich Ihnen die entsprechende Tabelle aus der Comirnaty Informationen einmal herausgestellt:

Sie sehen, dass in der Gruppe, die im Rahmen der Studie mit dem Impfstoff geimpft wurden, 17.411 Probanden waren. Von diesen haben nach der Impfung 8 Personen noch eine SARS-CoV-2 Infektion bekommen. In der Placebogruppe waren es 17.511 Probanden, von denen nach der Impfung noch 162 Personen eine SARS-CoV-2 Infektion bekamen. Die in der letzten Spalte angegebene Wirksamkeit beträgt nur dann 95%, wenn man diejenigen miteinander vergleicht, die noch eine SARS-CoV-2 Infektion überhaupt bekommen haben. Hierzu muß man davon ausgehen, dass die, die in der Placebogruppe waren und dennoch eine SARS-CoV-2 Infektion bekamen, die 100% darstellen. Vergleicht man dann diejenigen, die in der Verumgruppe waren und dennoch eine SARS-CoV-2 Infektion erhalten haben, 8 Personen, so kommt man auf 95% Wirksamkeit. Das sind billige statistische Verkäufertricks, wie man sie aus den Shoppingchannels kennt. Nicht nur das Ärzteblatt sogar vereinzelt Faktenchecker, die sich häufig ähnlichen Methoden bedienen, bemängeln die errechnete Wirksamkeit.

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/118956/Coronaimpfstoff-Was-bedeutet-90-Prozent-wirksam

https://www.br.de/nachrichten/wissen/faktenfuchs-wie-wirksam-sind-die-corona-impfstoffe,SJFaQir

Die tatsächliche Wirksamkeit errechnet sich jedoch vielmehr anhand der Frage, wenn ich mich impfen lasse, um wieviel Prozent reduziert es dann die Wahrscheinlichkeit einer SARS-CoV-2 Infektion? Hierzu muß man folgende Rechnung anstellen:

  1. Wie viele in der Placebogruppe haben noch eine SARS-CoV-2 Infektion nach der Impfung erhalten? Ergebnis: 162 Personen.
  2. Wie viele in der Verumgruppe haben noch eine SARS-CoV-2 Infektion nach der Impfung erhalten? Ergebnis:  8 Personen.
  3. Wie hoch ist die tatsächliche, absolute Reduktion einer SARS-CoV-2 Infektion nach einer Impfung? Ergebnis: 162 Personen aus der Placebogruppe – 8 Personen aus der Verumgruppe = 154 Personen
  4. Worauf müssen nun die 154 Personen bezogen werden, die weniger infiziert wurden durch SARS-CoV-2? Antwort: Auf die Gruppe der geimpften, denn bei denen trat ja eine Risikoreduktion von 154 Personen hinsichtlich einer SARS-CoV-2 Erkrankung nach der Impfung auf. Somit müssen die 154 Personen auf die Gesamtheit der in der Verumgruppe (17.411 Probanden)  geimpften Personen bezogen werden. Macht man dieses (154/17.411) so ergibt dieses 0.0088 = 0,88%. Die tatsächliche Risikoreduktion sich mit SARS-CoV-2 nach einer Impfung anzustecken beträgt also lediglich knapp 0,9% und keineswegs 95%, wie vielfach falsch behauptet wird.

Wie hoch ist die derzeitige Sterbewahrscheinlichkeit, wenn man an SARS-CoV-2 erkrankt ist?
Dazu muß man erst einmal wissen, wie viele Menschen gestorben sind. Die folgende Grafik zeigt Ihnen die Anzahl der Todesfälle in den Jahren 2016 – 2020.

Quelle:
https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Corona/_Grafik/_Interaktiv/woechentliche-sterbefallzahlen-jahre.html?nn=209016

Hier die Zahlen nochmals als Tabelle:

Zuerst einmal sieht es so aus, als ob 2020 überproportional viele Menschen gestorben wären, obwohl 2018 doch zwei große Peaks zu sehen sind. Hier sind aber die wertmäßigen Ergebnisse als erstes einmal zu bewerten, um herauszufinden, wie schlimm dieses Jahr wirklich war. In einem Land oder Jahr, in dem es nur 60 Mio. Einwohner gibt, sterben natürlich absolut betrachtet deutlich weniger Menschen als in einem Land oder Jahr, in dem es 240 Mio. Einwohner gibt. Daher müssen die absoluten Todesfälle auf eine einheitliche Größe gebracht werden, um beurteilen zu können, ob es eine Übersterblichkeit gibt. Wenn man die absoluten Todesfälle in Bezug auf die Einwohner in Deutschland (2016 = 82.521.653, 2017 = 82.792.351, 2018 = 83.019.213, 2019 = 83.166.711 und 2020 = 83.200.000 – Quelle: https://www-genesis.destatis.de/genesis/online?sequenz=tabelleErgebnis&selectionname=12613-0007#abreadcrumb und https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Bevoelkerung/Bevoelkerungsstand/_inhalt.html) auf 100.000 Einwohner runter rechnet, dann sind in den jeweiligen Jahren folglich so viele Todesfälle zu verzeichnen:
2016 = 1.074 Todesfälle / 100.000 Einwohner
2017 = 1.100 Todesfälle / 100.000 Einwohner
2018 = 1.125 Todesfälle / 100.000 Einwohner
2019 = 1.104 Todesfälle / 100.000 Einwohner
2020 = 1.138 Todesfälle / 100.000 Einwohner
Somit sind 2020 3,45% mehr Todesfälle zu verzeichnen, als aus den Jahren zuvor zu erwarten gewesen wäre (1.100 Todesfälle pro Jahr). 2020 sind insgesamt 33.791 Menschen offiziell COVID-19 gestorben (Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1102667/umfrage/erkrankungs-und-todesfaelle-aufgrund-des-coronavirus-in-deutschland/) Ob die Menschen tatsächlich an COVID-19 oder an anderen Erkrankungen gestorben sind und nur als COVID-19 gezählt wurden, kann nicht verlässlich gesagt werden, da jeder, bei dem ein positives SARS-CoV-2 PCR-Ergebnis vorlag, als COVID-19 Toter gezählt wird, unabhängig davon, woran er schlußendlich tatsächlich gestorben ist. Daher unterstelle ich einmal, die offiziellen COVID-19 Verstorbenen tatsächlich alle an COVID-19 verstorben sind, wobei ich weiß, dass dieses nicht so ist, da ich selbst Leichenschauen durchführe. Die Sterbewahrscheinlich an COVID-19 zu versterben beträgt somit also 3,6%.

Zum 31.12.2020 hatten sich in Deutschland insgesamt im Jahresverlauf 1.761.000 Menschen mit SARS-CoV-2 infiziert (Quelle: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1094950/umfrage/entwicklung-der-weltweiten-fallzahl-des-coronavirus/). Davon sind 33.791, entsprechend der offiziellen Zahlen, an COVID-19 verstorben, dieses entspricht einer Sterbewahrscheinlichkeit von 1,9% wenn Sie sich mit dem SARS-CoV-2 Virus infizieren.

Um also auf die Ursprungsfrage (Wie hoch ist die derzeitige Sterbewahrscheinlichkeit, wenn man an SARS-Cov2- erkrankt ist) zurückzukommen, so kann man diese ganz klar beantworten mit 1,9%. 

 

Was bewirkt die Impfung?
Dieses Kapitel ist relativ kurz. Es gibt drei mögliche Szenarien, was die Impfung bewirken kann.

1.) Durch die Impfung können wir überhaupt nicht mehr an der Erkrankung selbst erkranken.
2.) Durch die Impfung können wir zwar noch an der Erkrankung erkranken, allerdings verläuft diese nicht mehr so schwerwiegend und vor allem nicht tödlich oder weniger häufig tödlich.
3.) Wir können niemand anderen mehr anstecken, der daran erkranken könnte.
Im Idealfall ergibt sich durch die Impfung eine Kombination aus 1.) und 3.).
Wie es sich bei der derzeitigen Coronaimpfung verhält, können wir schlicht und ergreifend nicht sagen. Hierzu wurden keine Studien oder entsprechende Untersuchungen durchgeführt. Somit ist es durchaus auch möglich, dass sie überhaupt nicht hilft und die 154 Probanden, die sich weniger mit SARS-CoV-2 aus der obigen Frage “Wie hoch ist die Wirksamkeit der Impfung” nur aus purem Zufall nicht mehr mit SARS-CoV-2 infiziert haben.  

Wie viele Personen wurden bisher mit dem neuartigen Impfstoff geimpft?
Aktuell beträgt die Gesamtzahl der Impfungen 1.297.430 (Stand 20.01.2021, Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/fallzahlen-coronavirus-1738210) . Dieses entspricht nicht ganz exakt der Zahl der Personen, die bereits geimpft wurden, da man den derzeitigen Impfstoff 2x innerhalb von 21 Tagen verimpfen muß. Da die ersten Impfungen am 27.12.2020 in Deutschland gestartet sind, ist davon auszugehen, dass einige bereits zum 2x geimpft wurden. Jedoch dürfte diese Zahl nicht sehr hoch sein.

 

Welche (bisherigen) Nebenwirkungen und Komplikationen sind durch die Impfung bekannt geworden?
Hier möchte ich  unterscheiden zwischen Nebenwirkungen, die bei jeder Impfung auftreten können und Komplikationen, die speziell durch diese Impfung auftreten können.
Nebenwirkungen, die auch bei jeder anderen Impfung auftreten können, sind nach einer Corminaty folgende:
* Schmerzen an der Injektionsstelle (>80%)
* Müdigkeit (>60%)
* Kopfschmerzen (>50%)
* Muskelschmerzen und Schüttelfrost (>30%)
* Gelenkschmerzen (>20%)
* Fieber und Schwellung an der Einstichstelle (>10%).
Alleine diese Nebenwirkungen, die auch bei anderen Impfungen auftreten, sind überproportional häufig, oftmals allerdings bereits nur ein paar Tage anhaltend.
Daneben sind aber auch schwere und schwerste Komplikationen bis hin zu Todesfälle beschrieben.
Mehr als 1.000 Geimpfte in den USA müssen nach der Impfung in die Notaufnahme, außerdem gibt es 17 Meldungen über lebensbedrohliche Ereignisse
29 anaphylaktische Reaktionen auf die Impfung wurden in den USA durch das CDC, die amerikanische Gesundheitsbehörde bestätigt. Eine anaphylaktische Reaktion ist eine so schwere allergische Reaktion, dass diese häufig tödlich verlaufen kann.
In Israel starben kurze Zeit nach der Impfung vier Personen.
Aber auch in Deutschland gibt es zunehmend mehr Berichte über Todesfälle direkt nach der Impfung mit dem neuartigen Impfstoff:
Deutschland: Zehn Menschen sterben nach Covid-Impfung
Bayern: Sieben Tote nach Corona-Impfung in Altersheim

Ich hoffe, ich konnte Ihnen anhand der Zahlen und Berichte einen Überblick über die tatsächliche, relativ ungefährliche Situation der Erkrankung und die Einschätzung der (ungewissen) Wirksamkeit der Impfung geben, so dass Sie nunmehr besser entscheiden können, ob Sie sich impfen lassen möchten oder nicht.

Abschliessend gibt es noch ein weiteres Argument, dass ich natürlich nicht beurteilen kann: Wie hoch ist ihre Angst, zu den 1,9% zu gehören, die an einer SARS-CoV-2 Infektion sterben könnten. Wie hoch ist Ihre Angst davon, zu den 0,001% gehören, die möglicherweise aufgrund der Impfung versterben, was im Vergleich zu anderen Impfungen exorbitant hoch ist. Würden ebenso viele Menschen nach einer Grippeimpfung sterben, dann hätten wir in der Grippeimpfsaison 2019/2020 alleine durch die Grippeimpfung 183 Todesfälle zu verzeichnen.