Omikron-Infektion ersetzt Corona-Impfung nicht“, so Karl Lauterbach. Ich bin sehr überrascht, so etwas von einem Mediziner hören zu müssen, was mich durchaus an der Kompetenz zweifeln lässt. Umgedreht, dass eine Impfung nicht vor einer Infektion schützt, würde ich bei einer Impfung mit einer absoluten Risikoreduktion von um die 1,0% als Schutz vor einem schweren Verlauf noch verstehen können, aber so herum? 

Ausnahmslos war es bisher so, dass eine Infektion anschliessend eine Impfung gegen die Erkrankung völlig überflüssig macht.
Wer an Hepatitis A und/oder B erkrankt ist, braucht keine Impfung mehr, da er eine natürliche Immunität erworben hat. Wer einmal in seinem Leben eine Windpockeninfektion durchgemacht hat, benötigt bei einer Einstellung, insbesondere im medizinischen Bereich, wo eine Impfung oftmals zur Voraussetzung für eine Einstellung gemacht wird, keine Impfung mehr, denn die Antikörper und damit der Schutz sind lebenslänglich nachweisbar. Wer eine Maserninfektion überlebt hat, braucht nur einen positiven Maserntiter, der lebenslänglich nachweisbar ist und ist damit vor einer weiteren Infektion dauerhaft geschützt.

Nur bei Omikron scheint es anders zu sein. Eine Infektion scheint hier nicht zu schützen, so dass es noch einer Impfung zum Schutz bedarf. Das überrascht doch sehr bei einer oberen Atemwegserkrankungen. Noch mehr überrascht es, wenn man weiß, dass eine Impfung gegen Corona eben gerade nicht ausreichend gegen Omikron schützt, wie nicht nur DIE WELT unlängst publizierte. 

Da stellt sich bei mir schon leise die Frage, weiß dieser Gesundheitsminister eigentlich, wovon er spricht?