Viele, insbesondere die Lungenkranken meiner Patienten, fragen mich inzwischen fast schon panisch nach einer Coronaimpfung. Es heisst doch immer, dass Patienten, die eine Lungenerkrankung haben, zu den Risikopatienten gehören, schwer an einer COVID-Erkrankung zu erkranken.

Wie sich nun rausstellte, ist dieses, wie vieles andere auch, was derzeit behauptet wird, nicht zwingend richtig. Auf dem diesjährigen 61. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumoloige und Beatmungsmedizin wurde durch Prof. Marek Lommatzsch von der Universität Rostock dieses Märchen ganz klar wiederlegt. Wer an Asthma leidet, hat kein erhöhtes Risiko bei einer SARS-CoV-2 Infektion einen schweren COVID-19 Verlauf zu erleiden. Prof. Lommatzsch sagte ganz deutlich: “Dass die Politik fälschlicherweise nach wie vor vorbreite, Asthma gehöre mit zu den Risikofaktoren für schwere Verläufe bei COVID-19, verwirre zusätzlich, klagt er und forderte: Nach einer aktuellen Metaanalyse auf Basis von 150 Studien weltweit müsse das Thema endlich vom Tisch.” Es stellt sich hieraus, dass Asthma nicht nur kein Risikofaktor für einen schweren COVID-19 Verlauf bei einer SARS-CoV-2 Infektion ist, sondern möglicherweise sogar mit einem leicht erniedrigten Risiko für einen schweren Verlauf einer COVID-19 Erkrankung einher geht. Ganz besonders gilt dieses für Asthmapatienten, die gut mit einem inhalativen Kortisonpräparat eingestellt sind. Diese haben ein deutlich vermindertes Risiko für einen schweren COVID-19 Lungenerkrankungsverlauf, wie auf dem Kongress herausgestellt wurde.

Da möchte man fragen, welche Märchen von der Politik werden ganz grundsätzlich noch aufrecht erhalten, die längst vom Tisch gehören?