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Magenkeim

Der Helicobacter pylori Keim, ein Keim, der für Magengeschwüre mitverantwortlich gemacht wird, kann gut mittels unterschiedlicher Antibiotikakombinationen behandelt werden.

Neue Studien (Probiotics and Antimicrobial Proteins 2014; online 7. Dezember) zeigen jedoch, dass möglicherweise zukünftig der H. pylori Keim auch einfach durch Milchsäurebakterien behandelt werden kann. Hierzu wurden 700 unterschiedliche Milchsäurebakterienstämme getestet, von denen acht eine Reaktion mit dem H. pylori Keim aufzeigten. Die stärkste Reaktion zeigt der Lactobacillus reuteri DSM17648 Stamm. Lactobacillus reuteri ist seit vielen Jahren bekannt und kann unter anderem zur schnellen Darmbesiedelung bei Neugeborenen führen, wodurch möglicherweise die drei Monatskoliken weniger stark oder im Idealfall überhaupt nicht mehr auftreten. Auch hierzu gibt es seit langem entsprechende Studien (Prophylactic use of a probiotic in the prevention of colic, regurgitation, and functional constipation: a randomized clinical trial).

Bei der möglichen Therapie gegen den H. pylori Keim aggregiert das Lactobacillus reuteri mit dem H. pylori Keim der Gestalt, dass H. pylori am eindringen in die Magenschleimhaut gehindert wird. Die regelmäßige Einnahme des Lactobacillus reuteri über 2 Wochen soll zu einem signifikanten Rückgang des H. pylori Keims führen.

Möglicherweise stellt dieses eine zukünftige Therapieoption für entsprechende Patienten dar. Vorteil wäre, dass die bisherige Antibiotikakombination vermieden werden könnte, die zu einer Veränderung des Keimspektrums der Darmflora führt, die jedoch nicht erwünscht ist.

Hier können Sie einen entsprechenden Artikel aus der Ärzte Zeitung einsehen (Artikellink).

 

29.01.2015

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