Ein Mann hatte 613 lang Corona und ist dann an seiner Autoimmunerkrankung gestorben. Soweit so gut. Damit könnte die Geschichte eigentlich schon zu Ende sein, da auch sie wieder einmal mehr zeigt, dass selbst immungeschwächte Patienten, eigentlich die, die wir immer vor jedem und allem in der Coronazeit schützen mußten, gewollt oder ungewollt, ganz gut mit dem Virus leben können und schlußendlich überhaupt nicht an Corona sterben. Damit stellt sich wieder einmal mehr die Frage, wieviele Menschen sind seinerzeit eigentlich tatsächlich an Corona gestorben? Die Erkenntnis hat sich zwischenzeitlich durchgesetzt, dass einfach jeder und alles an Corona gestorben gezählt wurde, der nur das Wort aussprechen konnte. Selbst wenn er sich suizidiert hat.

Der Bericht zeigt sehr schön, dass selbst die, von denen wir erwartet haben, dass sie Corona überhaupt nicht überleben können, dieses ziemlich lange tun können – oh Wunder.
Daneben enthält der Artikel aber auch einigen Unsinn.

Woher beispielsweise weiss man, dass der Mann durchgehend Corona positiv war? Hat am ihn jeden Tag getestet? Schließlich heisst es in dem Artikel: “Die Forschenden in den Niederlanden hatten immer wieder Proben von dem Mann genommen, um das Erbgut des Coronavirus zu untersuchen. ” Immer wieder mal Proben zu nehmen, bedeutet somit nicht, dass er jeden Tag getestet wurde. Vielleicht gab es also “coronafreie” Tage zwischendrin? Das ist zwar eher unwahrscheinlich aber nicht undenkbar. Völliger Unsinn ist natürlich, dass bei den Tests immer wieder das Erbgut des Coronavirus untersucht wurde. Also mindestens der alt bekannte PCR Test, der ganz sicher KEINE Coronainfektion nachweisen kann sondern lediglich Erbgut nachweist!

“Mit seiner mutierten Version des Coronavirus hatte er, nach allem, was bekannt ist, niemanden angesteckt.” Das ist doch schön. Auch hier hätte man aufhören können. Das ist vermutlich so und zeigt die Schwierigkeit sich mit Corona zu infizieren. Allerdings reicht es natürlich nicht, um nicht doch Panik aufkommen zu lassen. Deshalb wird also gleich im nächsten Satz völliger Unsinn kundgetan: “Dieser Fall unterstreicht das Risiko, das von andauernden Sars-CoV-2-Infektionen bei immungeschwächten Personen ausgeht”. Genau. Nämlich überhaupt kein Risiko. Fassen wir kurz zusammen:

  • Der Mann hatte annähernd 2 Jahre durchgehend irgendwelche positiven Tests und es wird unterstellt, er wäre coronapositiv
  • Der Mann hatte eine Autoimmunerkrankung und ist an dieser gestorben, nicht an Corona.
  • Der Mann hat niemanden angesteckt.

Und so ist jetzt bitte das Risiko, dass von “andauernden Sars-CoV-2-Infektionen bei immungeschwächten Personen ausgeht”? Und wieso nur von immungeschwächten? Etwa dadurch, dass sich, wie im nächsten Satz des nächsten Abschnitts behauptet wird, bei immungeschwächten umfangreiche Entwicklung des Virus vollziehen können?
Da stellt sich doch gleich die Frage, wo waren die immungeschwächten Langzeitinfizierten, die zu den folgenden Veränderungen des ursprünglichen Coronavirus Alpha (B.1.1.7) geführt haben:

    • 7 bekannte Mutationen
  • Beta Variante (B.1.351)
    • 9 bekannte Mutationen
  • Gamma Variante (B.1.1.28)
    • 12 bekannte Mutationen
  • Delta Variante (B.1.617.2)
    • 7 bekannte Mutationen
  • Epsilon Variante (B.1.429)
    • 30 bekannte Mutationen
  • Eta Variante (B.1.525)
    • 3 bekannte Mutationen
  • Omikron Variante (B.1.1.529)
    • ca. 30 bekannte Mutationen

“Es bestehe die Gefahr, dass Varianten entstehen und sich in der Gesellschaft verbreiten, denen das Immunsystem gesunder Menschen weniger anhaben kann.” Das stimmt. Aber bei bisher sechs Varianten mit fast 100 Mutationen ist es auch nicht ganz unwahrscheinlich, dass Ihnen ein Ziegelstein auf den Kopf fällt, wenn Sie unter einem Dachüberstand vorbeilaufen.
Aber unterstellt, dass könnte passieren, wieso hat dann dieser Mann niemanden angesteckt, der fast zwei Jahre durchgehend Corona positiv war und damit ganz sicher einer der am längsten positiv getesteten Personen ist? Eigenartig.