Lauterbach behauptet folgendes:


Quelle: Süddeutsche Zeitung

 

Bezogen ist das auf die Entscheidungen während der Coronazeit.
Ob das RKI das Richtige getan hat, lasse ich dahingestellt. Wichtig erscheint mir die Aussage, dass das RKI unabhängig von politischer Weisung gehandelt haben soll.
Wenn dem so ist, dürfte in den RKI Files nicht ein einziges Mal der Hinweis auftauchen, dass etwas vom BMG, dem oberen Dienstherren des RKIs, vorgegeben wurde. Nun sind die RKI Files seitenweise geschwärzt und man könnte vermuten, dass werden wir niemals herausbekommen. Allerdings gibt es natürlich findige Menschen, die scheinbar die gesamten Files gelesen haben oder sie nach bestimmten Schlagworten durchsucht haben.
Herausgekommen ist dabei etwas, was (natürlich) nicht hätte passieren dürfen, da hier die Schwärzung vergessen wurde.

 


Quelle: X Account Prof. Stefan Homburg

 

Man kann also zwei Dinge festhalten:

  1. Die Schwärzung ist nicht zu 100% geglückt.
  2. Lauterbach sagt wieder einmal nicht die Wahrheit, denn das RKI hat keinesfalls unabhängig von politischer Weisung etwas getan. Das RKI hat aufgrund von Vorgaben des BMGs gehandelt und NICHT aufgrund von wissenschaftlich, objektiven Daten.

Und die Lauterbach’schen Unwahrheiten gehen, nicht anders als zu erwarten, fröhlich weiter. Der Spiegel zitiert Lauterbach wie folgt:

 

Ich wiederhole. Dort steht: “Das Institut habe unabhängig gearbeitet und tue es weiterhin. Das Robert-Koch-Institut ist nicht weisungsgebunden (…).” Für die Vergangenheit hat das schon (wieder) einmal nicht gestimmt. Zukünftig wird sich das BMG und der obere Dienstherr Lauterbach also aus den Arbeiten des RKIs heraushalten und wird denen keine Anweisungen mehr geben?

 


Quelle: Frankfurter Rundschau

 

Ich frage mich, was ist mit diesem Mann los? Interessiert ihn sein Geschwätz von gestern (und es war in der Tat nur einen Tag zuvor) überhaupt nicht, ist er so arrogant, dass er meint, so etwas tun zu können oder leidet er wirklich an so starker Demenz, nicht mehr zu wissen, was er einen Tag zuvor gesagt hat?
Wenn doch das RKI “auch” zukünftig unabhängig arbeiten wird und nicht weisungsgebunden ist, wie bitte kann dann Lauterbach veranlassen, “dass die Protokolle weitestgehend entschwärzt werden sollen”? Wenn jemand unabhängig arbeitet, kann er überhaupt keine Weisungen entgegen nehmen.

Ich verstehe einfach nicht, wie man so dumm sein kann!

 

Ich wurde die Tage, als bekannt wurde, dass Lauterbach die “weitestgehende” Entschwärzung angewiesen hat (was auch immer er darunter verstehen mag)  gefragt, wie man erkennen kann, dass es sich nach der Entschwärzung um die ursprünglichen Dokument handelt. Es wurde also unterstellt, er könnte diese Origianldokumente im Rahmen dieses Vorgangs an den geschwärzten Stellen einfach umschreiben. Ein Gedanke, dem ich nicht ganz abgeneigt bin, bei diesem Menschen.

Jedoch glaube ich, dass es sehr schwierig werden wird (wenn nicht gar unmöglich), hier etwas umzuschreiben, bevor es an die Öffentlichkeit gelangt, denn beim Schwärzen wurde viel Mühe verwendet, man hätte es einfacher haben können und die Mühe beinhaltet einen kleinen “Fehler”.Es wurde schlicht und ergreifend “zu wenig” geschwärzt. Sehen Sie sich den Unterschied an:

Links ist der Originalauszug aus dem RKI File. Hier kann ich Ihnen auch nach der Entschwärzung noch sagen, dass es unter dem TOP 3 fünf Punkte sein müssen, die protokolliert wurden. Außerdem kann ich Ihnen sagen, wie lange jede Zeile ist. Damit müsste also, wenn nach der Entschwärzung und vor der Hausgabe der Protokolle diese geändert werden würden, fünf Punkte mit identischer Inhaltslänge eingefügt werden, die dann auch noch zu dem TOP passen. Das halte ich für eine Arbeit, die nicht ganz unmöglich erscheint, aber nicht innerhalb einiger weniger Wochen, wie Lauterbach angekündigt hat, zu erledigen ist.
Hätten sie, so wie ich es exemplarisch auf der rechten Seite getan habe, blockweise geschwärzt, hätten sie sich weniger Mühe machen müssen und hätten durchaus die Protokolle nachträglich noch ändern können, da nicht klar ist, wie viele Punkte zu den einzelnen TOPs erfasst wurden und sie lang diese waren.

So aber kann ich sie beruhigen, eine Veränderung nach Entschwärzung und vor Herausgabe der Protokolle würde sofort auffallen wenn man die entschwärzten auf die geschwärzten legen würde.