Unsinnige Medizin, so scheint es, ist seit Corona en vogue. Sei es der PCR-Test, der lediglich genetische Information ohne irgendeine Aussagekraft zur Infektiosität nachweißt, der anlasslose Schnelltest, die Verabreichung von Impfstoffen, deren Nebenwirkungen deutlich über denen anderer Impfstoffe liegt und auch mit erheblich mehr Todesfällen behaftet ist als bei anderen Impfstoffen und darüber hinaus nicht ausreichend geprüft ist, Maskengebrauch, der eher schädlich als hilfreich ist, da völlig falsch benutzt und viele weitere Beispiele.  

Aber das trügt. Nicht erst seit Corona gibt es so viel unsinniges in der Medizin, an dem dann allerdings, und das hat uns Corona ja auch gezeigt, teilweise jahrzehntelang festgehalten wird.
Aktuell ist beim AOK Bundesverband eine Umfrage zum Hautkrebs publiziert worden, nach der jeder zweite Angst vor Hautkrebs hat.
Man könnte an dieser Stelle getrost fragen, wieso hat eigentlich diese Regierung noch immer nicht über eine Pflicht zur Benutzung von Sonnneschutz entschieden und Schattenaufenthalte im Schwimmbad und am See verpflichtend eingeführt? Denn dieses schützt wirklich effektiv vor Hautkrebs und würde das Gesundheitssystem entlasten, im Gegensatz zu unsinnigen Impfungen und anderen Maßnahmen Corona betreffend. Aber das Coronathema möchte ich ausnahmsweise einmal bei Seite lassen.
Zurück zu der AOK Umfrage. Heraus kam, dass, obwohl jeder zweite Angst vor Hautkrebs hat, noch immer zu wenig für den individuellen Sonnenschutz getan wird. Ich persönlich finde nicht, dass zu wenig für den individuellen Sonnenschutz getan wird, ganz im Gegenteil, es reicht völlig aus. Jeder zweite hat Angst vor Hautkrebs obwohl ⅔ ihre Haut überhaupt nicht schützen. Somit müssen mindestens genau diese ⅔, und vermutlich noch deutlich mehr, ich schätze sicherlich an die 90%, wissen, was eine zu intensive Sonneneinstrahlung, z.B. bösartigen Hautkrebs, auslösen kann. Da ich aber ein großer Freund der Selbstbestimmung bin, heißt das für mich, dass jedem das Recht auf Aufklärung zusteht, was durch zu intensive, ungeschützte Sonneneinstrahlung passieren kann, dann aber gilt es auch zu akzeptieren, wenn sich ⅔ nicht schützen wollen. Jeder hat das Recht, sich die Haut schwarz bruzeln zu lassen. Angst scheint also kein geeigneter Trigger zu sein, um sich entsprechend anders zu verhalten (was, das sei angemerkt, psychologisch auch überhaupt nicht überrascht. Angst war schon immer ein nur schwacher oder allenfalls kurzfristiger Trigger. Da gibt es deutlich bessere und länger wirksame.). 

“Schön” und damit zum eigentlich Thema dieses Posts zurückkommend, finde ich jedoch die Aussage der AOK-Vorstandsvorsitzenden Dr. Carola Reimann: “Wenn Hautkrebs frühzeitig erkannt wird, ist er in den meisten Fällen gut heilbar. Wer die Haut alle zwei Jahre untersuchen lässt, kann das Risiko einer schweren oder gar tödlichen Erkrankung deutlich verringern”. “Schön” finde ich diese Aussage deshalb, weil sie so wunderbar das Thema der unsinnigen Medizin unterstreicht. NEIN, das tut das Hautkrebsscreening nicht, kann man ihr da nur zurufen. Große Studien haben gezeigt, dass wir nicht ein einziges Menschenleben durch das Hautkrebsscreening hinsichtlich Hautkrebs retten konnten. Aber seit Corona ist es en vogue ….. (Sie wissen schon).

Dass das Hautkrebsscreening nicht, aber auch gar nichts, außer Geld in den Taschen von uns Ärzten, gebracht hat, zeigten schon Untersuchungen mindestens aus dem Jahr 2014. Seit 2008 ist das zweijährliche Hautkrebsscreening eine Krankenkassenleistung. Im übrigen auch nur in Deutschland (aber da scheint ja einiges anders zu sein als im Rest der Welt) und beispielsweise nicht in Australien, wo die Sonneneinstrahlung um ein vielfaches höher ist als in Deutschland. 2015 wurde das Ganze dann im RBB mit noch deutlicheren Worten (… Ergebnis ist katastrophal …, … profitieren vor allem die Ärzte …, … Überentdeckung und Überdiagnose betreiben …, … sogar schaden kann …., … Absurdität, die es so nur in Deutschland gibt …, … Marketing der Krankenkassen ist ganz schlimm …, … Hautkrebsscreening eine Maßnahme ist, die überflüssig ist …) erneut aufgegriffen.
Und was macht die AOK jetzt? Sie ruft dazu auf: “(…) die gesetzlich vorgesehenen Untersuchungen wahrzunehmen.”. Auch wenn diese überhaupt nichts bringen und bereits 2015 die Krankenkassen nur Geld kosteten, ohne einen gesundheitlichen Benefit zu erwirken und zwar konkret 130 Mio. €.
Aber Geld bei den Krankenkassen ist ja scheinbar genügend vorhanden und falls nicht, Sie wissen ja, woher es kommt und wie die Krankenkasse an weitere Gelder für Unsinnsmedizin gelangen, wenn sich dann doch mal wieder Milliardenlöcher aufgrund solcher Unsinnsmedizin auftun. 

Möglicherweise fragen Sie sich, wieso wir überhaupt keine erfolgreiche Hautkrebsfrüherkennung durchführen können. Selbst bei mir hängt doch auch ein kleines Plakat mit bösartigen Hautveränderungen, wie Ihnen vielleicht schon einmal aufgefallen ist. Ganz einfach. Melanome, der bösartige Hautkrebs, wächst dreidimensional, d.h. in die Länge, die Breite und die Tiefe. Wir können aber mit dem Dermatoskop nur die Längen- und Breitenausdehnung der suspekten Hautveränderungen beurteilen. Wir können nicht beurteilen, wie tief sie in die Haut einwachsen und genau das ist das Problem beim Screenings. Von daher wird dieses auch zukünftig, so nicht neue Untersuchungsmethoden erfolgreich etabliert werden können (z.B. Ultraschall), so bleiben und wir werden kein sinnvolles Hautkrebsscreening anbieten können.