Dieses Zitat wird Konrad Adenauer zugeschrieben. Die aktuelle Regierung scheint sich strikt genau daran zu halten und ihre eigenen Behörden und Expertenuntersuchungsergebnisse einfach nicht wahrhaben zu wollen. Das passt sehr gut, denn der Spruch von Adenauer geht noch weiter. Insgesamt heisst er:

„Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern, nichts hindert mich, weiser zu werden.“

Wenn aber diese Regierung weiser werden würde, wäre es gestern nicht zu der Verabschiedung der Änderungen des Infektionsschutzgesetzes gekommen. Aber sie läßt schlicht und ergreifend den zweiten Halbsatz weg. Das ist völlig logisch, denn sie hört auch weder auf ihre eigenen Behörden noch auf Expertenevaluationen.
Sowohl in der eigentlichen, bundesweiten Regelung als auch in der länderseitigen Kann-Regelungsmöglichkeit finden sich unendlich viele Unsinnigkeiten. Nicht nur, dass es sich um Grundrechtseinschränkungen alleine auf die Gefahr hin, dass sich etwas ereignen könnte, handelt, womit gut gebildete Juristen, wie ich erfahren habe, mehr als große Bauchschmerzen haben, was völlig verständlich ist, sind schlicht und ergreifend dort auch Maßnahmen aufgeführt, die für den Laien nicht verständlich oder nachvollziehbar sind und denen sogar die bundeseigenen untergeordneten Behörden und Experten widersprechen.

Heisst es doch tatsächlich, dass ab 01. Oktober in Fernzügen eine Pflicht zum Tragen einer Maske besteht, in Flugzeugen jedoch nicht mehr. Berechtigt fragen Sie sich, wieso das denn? Da sind Sie nicht alleine. Auch Prof. Streeck kann Ihnen das nicht erklären: “Ich kann selber natürlich auch keinen Unterschied zwischen ICE fahren und fliegen im Hinblick auf Übertragungswahrscheinlichkeiten sehen.” (0:42 Min.). Wie gut, dass ich es kann, weil ich eine sehr gute Freundin habe, die clever ist und es mir erklären konnte. Deshalb möchte ich Ihnen diese Erklärung nicht vorenthalten. Das Virus hat schlicht und ergreifend Höhenangst, weshalb es niemanden befällt, der in ein Flugzeug steigt. Diese Höhenangst wird das Virus aber erst ab dem 01.10. entwickeln. Jetzt ist es verständlich, wieso die Maskenpflicht in Flugzeugen erst ab dem 01.10. und nicht sofort entfällt aber in der Bahn weiterhin beibehalten werden muß.
Oder es hängt einfach damit zusammen, dass die Mitglieder der Bundesregierung keine Lust mehr haben, in ihren eigenen Flugzeugen Masken zu tragen?

Grundsätzlich zeigt diese Bundesregierung ein sehr großes Desinteresse daran, weiser zu werden. Sie ignoriert bei diesem Thema einfach alles, was bekannt und empfohlen wird und das nicht von irgendwelchen Schwurblern sondern von den eigenen Behörden und Experten.

Heisst es doch beim RKI, dass bekanntermaßen dem Bundesgesundheitsministerium und damit Herrn Lauterbach untersteht:

FFP2-Masken kamen bisher zweckbestimmt und zielgerichtet im Rahmen des Arbeitsschutzes zum Einsatz. Daher wurden außerhalb des Gesundheitswesens noch keine Untersuchungen zu den gesundheitlichen, gegebenenfalls auch langfristigen Auswirkungen ihrer Anwendung (z.B. bei Risikogruppen oder Kindern) durchgeführt.” und weiter “Bei der Anwendung von FFP2-Masken durch Laien im Alltag muss grundsätzlich die individuelle gesundheitliche Eignung geprüft und sichergestellt werden.“. 

Es gibt nach wie vor keine Untersuchung über die “(…) gesundheitlichen, gegebenenfalls auch langfristigen Auswirkungen (…)” bei der Anwendung von FFP2-Masken. Und die, die es gibt (z.B. Stiftung Warentest) sind abgebrochen worden, aufgrund der verheerenden Erkenntnisse diesbezüglich. Dennoch, passend zum Desinteresse der Bundesregierung, gibt es ab dem 01.10. in Arztpraxen, Pflegeeinrichtungen, Kliniken sowie in allen anderen medizinischen Einrichtungen eine FFP2-Maskenpflicht. Auch die Expertenkommission, die die “Evaluation der Rechtsgrundlagen und Maßnahmen der Pandemiepolitik” veröffentlich hat und explizit für diese Untersuchung von der Regierung eingesetzt wurde, schreibt ganz klar zu Masken:

Eine schlechtsitzende und nicht enganliegende Maske hat jedoch einen verminderten bis keinen Effekt.

Dazu ein paar willkürliche Fundstücke aus dem Internet.


Quelle: Test

 


Quelle: Badische Zeitung

 


Quelle: SRF

 


Quelle: Stern

 

Darüber hinaus ist KEINE FFP2-Maske zum wiederholten Gebrauch zugelassen, was nicht nur die FH Münster schreibt:  “Die als Einmalprodukt konstruierten FFP2-Masken sind nach der Nutzung zur Vermeidung weiterer Infektionsrisiken zu entsorgen.”


Quelle: FFP2-Maske, zu beziehen über Amazon

 

Wenn ich sehe, wie einige die Maske bei mir in der Praxis absetzen, wieder aufsetzen und die außerdem verdreckt aussehen, bin ich immer kurz davor, ihnen prophylaktisch ein orales Antibiotikum zu verschreiben, denn die bakterielle Lungeninfektion durch Wiedergebrauch dieser Dinger vor Mund und Nase ist hier nur eine Frage der Zeit.

Würde man weiser werden, würde man anfangen, Erkenntnisse nicht mehr zu ignorieren und die Bevölkerung aufzuklären, in diesem Fall darüber, wie man Masken richtig trägt. Dann erst kann einen das Geschwätz von gestern nicht mehr interessieren.