… dann sind es Themen wie Erhaltung der Gesundheit durch Schutz oder Vorsorge, Wiederherstellung durch Therapie oder Diagnostik von Erkrankungen, um diese behandeln zu können. Darüber hinaus, finde ich, geht es auch darum, wie setze ich die begrenzte Ressource Geld gut und gezielt der unbezahlbaren, wertvollsten Ressource Leben gegenüber und verschwende sie keinesfalls.

Die Bundesregierung hat dieses jedoch scheinbar keineswegs verstanden. Anders ist die folgende “Werbung” nämlich in meinen Augen nicht zu verstehen.


Quelle: Facebookpost der Bundesregierung

 

Es gibt drei Aussagen, wieso sie sich gegen Corona impfen lassen sollten. Wenn Sie mich fragen, wieso Sie sich gegen Corona impfen lassen sollten, dann würde ich Ihnen möglicherweise solche Argumente liefern wie:

  • Sie haben das Risiko nach einer SARS-CoV-2 Infektion einen schweren Coronaverlauf zu haben, möglicherweise weil sie zu einer Risikogruppe gehören und um Sie davor zu schützen ist eine Impfung zu überlegen
  • Sie schützen sich damit vor eventuellen post- oder long-Covid-Verläufen nach einer Erkrankung
  • Sie schützen eventuell andere Menschen vor einer Infektion, die sich selbst nicht schützen können

Egal was auch ich immer als Argument für die Impfung anführen würde. Es wären definitiv aber alles gesundheitliche Gründe!  Scrollen Sie gerne noch einmal zu der Werbekampagne der Bundesregierung. Wie viele von den dort aufgeführten drei Gründen für eine Impfung haben auch nur im entferntesten etwas mit Gesundheit zu tun? Nicht ein einziger Grund. Daher kann es wohl kaum um Gesundheit gehen, wenn die Bundesregierung irgendetwas über diese Impfung erzählt oder diesbezüglich vorhat. 

Googlen Sie bei der AOK nach Gründen für eine Impfung, dann erkennen Sie sofort, hier geht es um Gesundheit. Hier sind zumindest 7/10 der Gründe irgendwie im Zusammenhang mit Gesundheit zu bringen.


Quelle: AOK

 

Und da es der Regierung nicht um Gesundheit geht, scheint konsequenterweise auch Geld überhaupt keine Rolle mehr zu spielen. Denn Geld als Gut ist eine lediglich begrenzte Ressource, die 1:1 monetär bewertbar ist und das auch noch ziemlich einfach. Gesundheit hingegen ist ein Gut, dass monetär nicht bewertbar ist, denn was ist ein Leben wert? Eine, wie ich finde überaus interessante und philosophische Frage, die möglicherweise doch zu bewerten ist – dazu am Ende mehr. Aber im Moment gehen wir einmal davon aus, dass Gesundheit unbezahlbar und daher nicht monetär bewertbar ist. Nun stehen wir also in folgendem Dilemma. Auf der einen Seite haben wir Gesundheit, ein monetär nicht zu bewertendes Gut. Auf der anderen Seite haben wir Geld, ein monetär sehr einfach zu bewertendes Gut. Somit sollten wir doch alles daran setzen, das bezahlbare Gut (Geld) sehr ausgewogen dem unbezahlbaren Gut (Gesundheit) gegenüber zu stellen und keinesfalls das bewertbare Gut (Geld) auch nur annähernd und vor allem leichtfertig zu verschwenden, um es dem unbezahlbaren Gut (Gesundheit) nicht unnötig vorzuenthalten, da wir sowieso schon oft genug in Situationen sind, wo wir in eine abzuwägende Situation kommen – bezahlbares Gut (Geld) gegen unbezahlbares Gut (Gesundheit).

Das Lauterbach die Impfzentren in Deutschland noch mindestens bis Jahresende 2022 offen halten möchte und dafür pro Monat bis zu 100 Mio. € auszugeben bereit ist, darüber hatte ich schon berichtet. Dieses sind bis Jahresende noch insgesamt 700 Mio. €. Ebenso bekannt ist, und daraus macht er auch überhaupt keinen Hehl, dass er noch “(…) 830 Millionen Euro für den Ankauf von neuem Vakzin bereitgestellt” hat. Das er davon viele Millionen wegwerfen wird, hatte ich auch schon geschrieben, weil er es selbst vermutet.

Ich finde es nicht angemessen, mit fremden Geldern so umzugehen. Diese wahnsinnige Verschwendung zahlen wir alle mit unseren Krankenkassenbeiträgen. Und Geld ist bekanntermaßen begrenzt vorhanden und ein monetär zu bewertendes Gut.  Mit monetär bewertbaren Güter kann man einfach mehr oder weniger verschwenderisch umgehen, schlimmstenfalls steigt einfach der Preis. Das wurde übrigens auch schon angekündigt. Falls nicht genügend von dem begrenzten Gut Geld beim Bundesgesundheitsminister zur Verfügung steht, für diesen, ich kann es nicht anders bezeichnen, Unsinn, hebt er einfach die Krankenkassenbeiträge an, denn von irgendwo muß das Geld ja kommen. Sie erinnern sich, “(…) schlimmstenfalls steigt einfach der Preis.” – es ist immer nur die Frage welcher Preis steigt. Der des Bundesgesundheitsministers aber auf keinen Fall.

Täglich steigt allerdings der Wert einer Altenpflegerin, einer Krankenschwester, finde ich und da gehört das Geld hin. Als ich gestern in einem Altenheim war und mit einer dortigen Pflegerin intensiver gesprochen hatte, erzählte mir diese, sie hätte inzwischen täglich 10 Stunden Schichten und seit 11 Tagen durchgearbeitet. Alle anderen Kollegen wären permanent krank oder hätten frei.
Wenn es solche Menschen wie diese Altenpflegerin nicht gäbe, und es gibt sie inzwischen überall, würde das Gesundheitssystem zusammenbrechen. Da aber ein System, egal welches, nicht auf ein paar wenigen fußen darf, ist das Gesundheitssystem in meinen Augen bereits zusammengebrochen, was ich allerdings nicht erst seit gestern erkannt habe. Sie können ja gerne einmal in eine Notaufnahme gehen, was ich Ihnen nicht wünsche, dass Sie es müssen. Aber falls doch, bringen Sie VIEL Zeit und noch mehr Geduld mit. Es ist so offensichtlich. 

Zurück zum Anfang. Ich hatte Ihnen versprochen, noch etwas weiter auszuführen, ob Gesundheit in der Tat unbezahlbar ist. Darüber gibt es sehr schöne philosophische Schriften und Überlegungen. Eine Überlegung ist die folgende:

Stellen sie sich vor, sie sind in einem Stadion, in dem 50.000 andere Zuschauer sind. Am Ende werden aber nur 49.999 Zuschauer das Stadion lebend verlassen, weil einer sterben muß. Wie viel wären Sie bereit dafür zu bezahlen, dass Sie keinesfalls der Eine sind und lebend aus dem Stadion gehen werden?
Genau diese Frage stellen sie allen 50.000 Personen. Die einzelnen Summen addieren Sie dann auf und teilen sie durch 50.000 und schon haben Sie eine Antwort auf die Frage, was ist ein Leben wert.
Spannend wird dann die weiter Überlegung, bei der wir der Einfachheitshalber nur einmal von 5 Menschen ausgehen, die folgende Summen gesagt haben, auch wieder nur vereinfacht, damit man die Zahlen erfassen kann. Die 5 Menschen haben also folgende Summen gesagt: 50€, 45€, 8.000€, 225€ und 987€. In Summe sind das dann 8.320€ geteilt durch die 5 Menschen = 1.664€ pro Menschenleben. Wenn sie jetzt den 5 Menschen, nach der Erhebung, in unserem gedachten Stadion sagen, ein Menschenleben ist 1.664€ wert, was werden ihnen der 1., 2., 4., und 5. sagen? Das ihnen das nicht ihr Leben wert ist. Also müssen dann alle 4 sterben oder wenn doch nur einer sterben muß, was ja die initiale Voraussetzung war, welcher und wieso genau er? Weiterhin kann der, dem sein Leben 8.000€ wert ist, für läppische 1.664€ am Leben bleiben, obwohl er sein Leben doch mit mehr als dem 4,5fachen bewertet hat? Ist das nicht ungerecht und ist damit nicht plötzlich ein Leben doch monetär bewertbar und wenn es plötzlich monetär bewertbar ist, dann ist es doch bezahlbar. Wenn dem aber so ist, sollten wir dann nicht anfangen, Leben monetär zu bewerten, denn wir kommen jeden Tag in die Situation Menschenleben zu retten. Wenn aber das, was noch von dem monetären Wert übrig ist, weil ein Leben begrenzt ist und damit der Wert immer weiter abnehmen muß, wertloser ist als das, was man einzusetzen vermag, um genau das Leben zu retten, dann brauchten wir nicht über Triagierung oder ähnlichen Unsinn zu reden. Denn dann ist klar, wessen Leben weniger Wert ist als das eines Anderen oder die Kosten der Lebenserhaltung den Lebenswert übersteigen, wird nicht mehr versorgt.
Damit wären wir sehr schnell bei der Diskussion, ob wir nicht irgendwann aufhören Menschen zu dialysieren, die ein bestimmtes Alter erreicht haben, ob man auch mit Mitte 70 noch eine Bypassoperation oder eine neue Hüfte bekommen sollten.
Ich persönlich finde diese Fragen hochspannend, kann aber auch für mich ganz klar erkennen, sie eignen sich lediglich, um Diskussionen spannend zu führen. Niemals werde ich dazu kommen, ein Menschenleben monetär bewerten zu können oder Menschen, egal welchen Alters auch immer, Therapien vorzuenthalten, wenn diese unbedingt darauf bestehen.