Welch brillante Idee der Gleichberechtigung vom Bundesärztekammer-Chef Klaus Reinhardt, der Karl Lauterbach wie auf den Fuße folgt.  

Gendern auf Beipackzetteln: “Fragen Sie Ihre Ärztin”


Quelle: WDR

 

Spontan hat mich das an meinen Wuffi erinnert. Der frisst auch jeden Mist, dem ich ihm hinwerfe, weshalb ich immer aufpassen muß, was ich ihm so hinwerfe.

Das Gendern von Beipackzetteln. Welch grandiose Idee! Schon jetzt versteht und liest kaum noch jemand diese Werke epischen Ausmasses, u.a. aufgrund der Länge. Damit wird dann der Beipackzettel nur noch länger. Ob es zur Einsparung von Papier, Ressourcenschonung und zum Umweltschutz beiträgt, sei dahingestellt. Zu ertragen wäre dieser Blödsinn ja noch, wenn durch die Gleichbehandlung eine Gleichstellung stattfinden würde, was jedoch keineswegs so ist. Anderenfalls müssten Länder, in denen es überhaupt keine Geschlechtspronomina gibt, nur so vor Gleichstellung strotzen. Nehmen wir als Beispiel das Türkische. Dort gibt es keine Geschlechtspronomina. Sowohl Freund als auch Freundin heisst beispielsweise arkadaş. Ob es jedoch in der Türkei soweit mit der Gleichstellung wie bei uns ist, sage ich Ihnen gerne, nachdem ich heute Abend nochmals intensiv mit meiner Frau, die Türkin ist, über dieses Thema gesprochen habe; wobei: eigentlich weiß ich es schon.

Nur einmal zur Veranschaulich habe ich mir eine x-beliebigen Gebrauchsinformation aus dem Internet heruntergeladen. Es handelt sich dabei um Paracetamol von Stada.
Sie ist “nur” 2 DIN A4 Seiten lang. Ich habe Ihnen einmal alle Stelle rot markiert, in denen heute noch Arzt oder Apotheker steht, die dann gegendert werden müßten. Sehen Sie selbst, ob er dadurch besser lesbar werden werden?

Quelle: Gebrauchsinformation zu Paracetamol von Stada

 

Ganz “spannend” wird es, wenn man sich diesen Unsinn mal genauer ansieht und zu Ende denkt. Was bedeutet eigentlich gendern? Wikipedia hilft weiter:

Im besonderen Sinne steht das Gendern im Deutschen für einen geschlechterbewussten Sprachgebrauch, der eine Gleichbehandlung der Geschlechter in der schriftlichen und gesprochenen Sprache zum Ausdruck bringen will.
Quelle: Wikipedia – Gendern

“… eine Gleichbehandlung der Geschlechter … zum Ausdruck bringen will.” Wird dann zukünftig gleich der gesamte Beipackzettel geändert? Dort heißt es nämlich unter Punkt “1. Was ist Paracetamol STADA ® und wofür wird es angewendet?” “… zur symptomatischen Behandlung von leichten bis mäßig starken Schmerzen wie … Regelschmerzen …”

Quelle: Gebrauchsinformation zu Paracetamol von Stada

 

Nein! Als Mann, also als biologischer XY-Mann – man muß da ja heute sehr vorsichtig sein – kann ich keine Regelschmerzen haben und würde mich doch umgehend benachteiligt fühlen, da dieses ein Arzneimittel ist, dass unter anderem für ein Symptom, welches ich überhaupt nicht bekommen kann, zugelassen wurde.
Darf ich dann davon ausgehen, dass zukünftig Paracetamol von STADA® nicht mehr für Regelschmerzen zugelassen ist?

Da ich natürlich auch nicht Schwanger werden kann und auch nicht stillen kann, wäre das die nächste Ungleichbehandlung, wenn sie in dem Beipackzettel verbleiben würde. Also gehe ich davon aus, dass dieses dann auch gestrichen wird.


Quelle: Gebrauchsinformation zu Paracetamol von Stada

 

Zum Glück ist das Medikament nicht explizit für die echte Männergrippe zugelassen. Sonst müßte das auch noch entfernt werden und, liebe Damen, ich kann Ihnen sagen, das ist eine wirklich ernsthafte Erkrankung. Da kann eigentlich nur noch Mutti helfen!

Wissen Sie was noch eigenartig ist? Immer wenn ich “gendern” hier geschrieben habe, hat mir die Autokorrektur “ändern” als richtiges Wort vorgeschlagen. Ist gendern möglicherweise gar keine Gleichstellung sondern tatsächlich eine Änderung der Gesellschaft?