FSME, Frühsommer-Meningo-Enzephalitis. Was ist das, ist sie gefährlich und sollten Sie sich dagegen impfen lassen?

Dieser Beitrag soll Ihnen helfen, die entsprechende Entscheidung zu treffen.

Was ist FSME?

FSME, die Frühsommer-Meningoenzephalits ist eine Art der Hirnhautentzündung, die von Zecken nach einem Biss übertragen werden kann. Es handelt sich hierbei um eine Viruserkrankung. Die FSME-Verbreitungsgebiete in Deutschland sind sehr kleinräumig und treten ausschließlich in Naturherden auf. Hier sind ca. 0,1-5% der Zecken überhaupt nur mit dem Virus infiziert. Sieht man sich die offiziellen Zeckenverbreitungsgebietskarten an, kann man leicht zu einem anderen Schluß kommen. Hier sieht es so aus, als ob die Zecken in den entsprechenden Gebieten ubiquitär vorkommen würden, was jedoch nicht der Fall ist.


Quelle: Zeckenverbreitungsgebiet in Deutschland (RKI)

 

Ist in einem Kreis eine entsprechend festgelegte Anzahl von dort (vermeintlich) vorkommenden Zecken überschritten, so wird der ganze Bezirk blau eingefärbt. Dieses suggeriert eine hohe Zeckenpopulation, die dort überall vorkommt und mit dem FSME-Erreger infiziert ist.

Entsprechend den obigen Ausführungen sind jedoch die jeweils mit FSME-Erregern infizierten Zecken kleinräumig verteilt und treten ausschließlich in Naturherden auf. Außerdem sind nur ca. 0,1-5% der Zecken, selbst in diesen Gebieten, mit dem FSME Erreger infiziert.
Die blaue Karte suggeriert also etwas ganz anderes als das, was tatsächlich vorliegt.

 

Wie viele FSME-Erkrankungen haben wir?

Die folgende Karte, entnommen aus den Seiten der Nationale Lenkungsgruppe impfen, zeigt, dass wir selbst in sogenannten Hochrisikogebieten lediglich von maximal 78 gemeldeten FSME Fällen sprechen.

2024 gab es insgesamt 686 FSME-Fälle. Von diesen 686 FSME-Fällen sind überhaupt nur 540 Fälle (79%) in Deutschland „erworben“. Die restlichen 146 FSME-Fälle wurden eingeschleppt, d.h. die entsprechenden Personen haben sich irgendwo anders auf dieser Welt infiziert. Die Erkrankung ist hier jedoch erst ausgebrochen.

 

Wie läuft die FSME-Erkrankung?

Meistens verläuft die Erkrankung zweiphasig. Nach der Initialphase, die mit typischen Grippe ähnlichen Symptomen einher geht, kommt es zu einer kurzen Besserung der Symptome, die etwa eine Woche anhält, bevor die für die Erkrankungen spezifischen neurologischen Beschwerden Meningitis, Enzephalitis, Myelitis auftreten.
Insgesamt treten die beschriebenen Verläufe bzw. ein zweiphasiger Verlauf und Beschwerden jedoch überhaupt nur bei 5 – 30% der durch FSME infizierten Menschen auf. Bei der überwiegenden Mehrzahl der Infizierten (70 – 95%) treten überhaupt keine Beschwerden durch eine FSME Infektion auf.
Treten dennoch Symptome auf, die dann auch schwer ausgeprägt sein könnten, bilden sich diese häufig von alleine wieder zurück, wenn gleich es manchmal Monate dauern kann.
Die beschriebenen schweren Krankheitsverläufe werden insgesamt bei Erwachsenen häufiger beobachtet als bei Kindern. 

Nur in ca. 1% der Fälle ist die Erkrankung überhaupt tödlich. 2024 wurden 3 FSME-Todesfälle gemeldet, was in etwa 0,5% der infizierten Fälle entspricht.

 

Wie kann man sich schützen?

Zum einen ist es sehr ratsam, wenn man sich in entsprechenden kleinfleckigen Bereichen aufhält, in denen mit Zecken zu rechnen ist, sich nach dem Aufenthalt dort täglich nach Zecken abzusuchen und diese rückstandslos zu entfernen. Damit haben Sie schon sehr viel für einen guten Schutz getan.

Außerdem gibt es eine Impfung gegen FSME. Diese soll nach Herstellerangaben nach der dreimaligen Grundimmunisierung einen 99%-tigen Schutz aufweisen.
Das PEI führt auf seinen Seiten in mindestens 150 Fällen nach der Impfung gemeldete Nebenwirkungen auf. Auch 1991 wurde schon im arznei-telegramm auf sogenannte schwere Störwirkungen, ausgelöst durch die Impfung, hingewiesen.